Zitate: ![]() Es steht jeweils das Buch und der Autor dabei! Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert, um eine große Palette zu erreichen! "Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist! Johann Strauß aus der Operette "Fledermaus" "Wie sehr sich die Menschen auch mühten, nachdem sich ihrer einige Hunderttausend auf einem kleine Raume angesammelt hatten, die Erde, auf der sie sich drängten, zu verunstalten; wie sehr sie den Boden mit Steinen zurammelten, damit nichts mehr darauf wachse, wie eifrig sie ihn von jedem hervorbrechenden Gräschen reinigten, wie sehr sie mit Steinkohlen mit Naphta dunsteten, wie sehr sie auch die Bäume beschnitten, alle Tiere und Vögel verhagten - der Frühling, sogar in der Stadt!" Ausschnitt aus dem Buch "Die Auferstehung" von Leo Tolstoi" "Denn die einen stehn im Dunkeln und die anderen stehen im Licht; doch man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht. Berthold Brecht" "Gehe immer den Weg vor dem du die größte Angst hast, dort liegt die Erneuerung"! v. Andreas Salcher aus dem Buch "Der verletzte Mensch" "Im Leben, lieber Freund, geht es nicht darum, eine größtmögliche Anzahl von Frauen zu erobern, denn das wäre ein zu äußerlicher Erfolg! Es geht vielmehr darum, die eigenen Ansprüche zu heben.! Ein Rat von Dr. Havel aus dem skandalösen Buch " Das Buch der lächerlichen Liebe" v. Milan Kundera" "Erotik ist nicht nur Streben nach einem Körper, sondern im selben Maße auch Streben nach Ehre. Der Partner, den wir uns erobert haben, der uns liebt und begehrt, wird zum Spiegel unserer selbst, zum Maß all dessen, was wir sind und was wir bedeuten. In der Erotik suchen wir das Bild unserer eigenen Bedeutung! Zitiert aus dem köstlichen Buch " Das Buch der lächerlichen Liebe" von Milan Kundera" "Der erotische Zauber zeigt sich nämlich in der Deformation als in der Regelmäßigkeit, eher im Ausdrucksstarken als im Gemäßigten, eher in der Originalität als in der Konfektionsschönheit" ein weiteres Zitat aus dem köstlichen Buch "Das Buch der lächerlichen Liebe" v. Milan Kundera" "Darin liegt eine sonderbare Gesetzesmäßigkeit : "Eine häßliche Frau hofft, etwas vom Glanz der hübscheren Freundin zu erhaschen, die hübschere Freundin wiederum hofft, sich vor dem Hintergrund der Häßlichen noch glanzvoller abzuheben" Zitat aus dem köstlichen Buch " Die lächerlicheder Liebe" v. Milan Kundera" "Wenn ich bei einem anderen Menschen hauptsächlich das Äußere sehe, dann nehme ich nur die Unterschiede wahr, das, was uns trennt! Dringe ich aber bis zum Kern vor, so nehme ich unsere Identität wahr, ich merke dann, daß wir Brüder sind. Diese Bezogenheit von einem Kern zum anderen, anstatt von Oberfläche zu Oberfläche, ist eine Bezogenheit aus der Mitte! Aus dem grandiosen Buch "Die Kunst des Liebens" v. Erich Fromm!" "Erinnere dich mein Freund!,: Vergänglich ist die Welt der Gestaltungen, vergänglich, höchst vergänglich sind unsere Gewänder und die Tracht unserer Haare, und unsere Haare und Körper selbst! Zitat S.86 aus dem grandiosen!! und lesenswerten Buch "Siddharta" von Hermann Hesse" "Weisheit ist nicht mitteilbar! Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt im Ohr des Unwissenden, immer wie eine Narrheit" von Hermann Hesse "Siddharta" Seite 128 "Nicht im Reden, nicht im Denken sehe ich die Größe, nur im Tun, im Leben" Hermann Hesse "Siddharta" Seite 132" "Wenn du einen Stein ins Wasser wirfst, so eilt er auf dem schnellsten Wege zum Grunde des Wassers. So ist es, wenn Siddharta ein Ziel, einen Vorsatz hat. Siddharta tut nichts, er wartet, er denkt, er fastet, aber er geht durch die Dinge der Welt hindurch, wie ein Stein durchs Wasser, ohne etwas zu tun. Sein Ziel zieht ihn an sich, denn er läßt nichts in seine Seele ein, was dem Ziel widerstreben könnte! "Hermann Hesse Siddharta" Seite 58 Und nun für Freunde von Kafka - die berühmte Torhüter-Parabel in ganzer Form: Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in das Gesetz. Aber der Türhüter sagt, daß er ihm jetzt den Eintritt nicht gewähren könne. Der Mann überlegt und fragt dann, ob er also später werde eintreten dürfen. „Es ist möglich,“ sagt der Türhüter, „jetzt aber nicht.“ Da das Tor zum Gesetz offen steht wie immer und der Türhüter beiseite tritt, bückt sich der Mann, um durch das Tor in das Innere zu sehen. Als der Türhüter das merkt, lacht er und sagt: „Wenn es dich so lockt, versuche es doch trotz meines Verbotes hineinzugehen. Merke aber: Ich bin mächtig. Und ich bin nur der unterste Türhüter. Von Saal zu Saal stehen aber Türhüter, einer mächtiger als der andere. Schon den Anblick des Dritten kann nicht einmal ich mehr ertragen.“ Solche Schwierigkeiten hat der Mann vom Lande nicht erwartet; das Gesetz soll doch jedem und immer zugänglich sein, denkt er, aber als er jetzt den Türhüter in seinem Pelzmantel genauer ansieht, seine große Spitznase, den langen, dünnen, schwarzen tartarischen Bart, entschließt er sich doch lieber zu warten, bis er die Erlaubnis zum Eintritt bekommt. Der Türhüter gibt ihm einen Schemel und läßt ihn seitwärts von der Tür sich niedersetzen. Er macht viele Versuche eingelassen zu werden und ermüdet den Türhüter durch seine Bitten. Der Türhüter stellt öfters kleine Verhöre mit ihm an, fragt ihn über seine Heimat aus und nach vielem andern, es sind aber teilnahmslose Fragen, wie sie große Herren stellen, und zum Schlusse sagt er ihm immer wieder, daß er ihn noch nicht einlassen könne. Der Mann, der sich für seine Reise mit vielem ausgerüstet hat, verwendet alles, und sei es noch so wertvoll, um den Türhüter zu bestechen. Dieser nimmt zwar alles an, aber sagt dabei: „Ich nehme es nur an, damit du nicht glaubst, etwas versäumt zu haben.“ Während der vielen Jahre beobachtet der Mann den Türhüter fast ununterbrochen. Er vergißt die andern Türhüter und dieser erste scheint ihm das einzige Hindernis für den Eintritt in das Gesetz. Er verflucht den unglücklichen Zufall, in den ersten Jahren rücksichtslos und laut, später als er alt wird, brummt er nur noch vor sich hin. Er wird kindisch und da er in dem jahrelangen Studium des Türhüters auch die Flöhe in seinem Pelzkragen erkannt hat, bittet er auch die Flöhe ihm zu helfen und den Türhüter umzustimmen. Schließlich wird sein Augenlicht schwach und er weiß nicht, ob es um ihn wirklich dunkler wird oder ob ihn nur seine Augen täuschen. Wohl aber erkennt er jetzt im Dunkel einen Glanz, der unverlöschlich aus der Türe des Gesetzes bricht. Nun lebt er nicht mehr lange. Vor seinem Tode sammeln sich in seinem Kopfe alle Erfahrungen der ganzen Zeit zu einer Frage, die er bisher an den Türhüter noch nicht gestellt hat. Er winkt ihm zu, da er seinen erstarrenden Körper nicht mehr aufrichten kann. Der Türhüter muß sich tief zu ihm hinunterneigen, denn der Größenunterschied hat sich sehr zu ungunsten des Mannes verändert. „Was willst du denn jetzt noch wissen?“ fragt der Türhüter, „du bist unersättlich.“ „Alle streben doch nach dem Gesetz,“ sagt der Mann, „wieso kommt es, daß in den vielen Jahren niemand außer mir Einlaß verlangt hat?“ Der Türhüter erkennt, daß der Mann schon an seinem Ende ist und, um sein vergehendes Gehör noch zu erreichen, brüllt er ihn an: „Hier konnte niemand sonst Einlaß erhalten, denn dieser Eingang war nur für dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schließe ihn.“ Aus dem Buch der Prozess "Franz Kafka" "Persönliche Interpretationen und Anregungen werden von mir sehr erwünscht! |




