- Die Larven

Die Larven der Käfer sind meist weißlich und haben eine orange oder braune Kopfkapsel.
Sie durchleben 3 Stadien bevor sie sich in einem Kokon oder einer Puppenkammer verpuppen.
Im ersten Larvenstadium sind die Larven fast durchsichtig und sehr klein. Es dauert etwa 1 Monat
Beim 2. Larvenstadium sind die Larven leicht weißlich und nehmen an Größe zu. Es dauert etwa 1-2 Monate.
Im 3. und letzten Larvenstadium, wachsen die Larven zu einer betrachtlichen größe heran, werden weiß und immer schwerer. Es dauert je nach Art unterschiedlich lange.
Vor Häutungen wirkt die Kopfkapsel im Vergleich zum restlichen Körper sehr klein. Kurz nach der Häutung wirkt sie aber sehr groß im Vergleich zum restlichen Körper.
Wenn Larven sich häuten, müssen sie unbedingt in Ruhe gelassen werden, da sie dann sehr empfindlich sind.
Man sollte mindestens 2-3 Tage warten bevor man eine Larve nach der Häutung wieder anfasst.

Wenn die Larven genug Größe und Gewicht zugelegt haben, werden sie gelblich und fangen an im Substrat umher zu wandern. Sie suchen nach einem geeigneten Platz für die Verpuppung.
Wenn sie einen Platz gefunden haben, bauen sie einen Kokon oder eine Kammer aus Substrat und Körperausscheidungen. Darin verpuppen sie sich dann.
Die Puppe muss absolut in Ruhe gelassen werden und die Kokons sollten nicht oft bewegt werden. Die Puppenphase dauert meist 6-8 Wochen.
Nach dem Schlupf bleibt der Käfer erneut einige Zeit im Kokon, um den Panzer komplett aushärten zu lassen und um die inneren Organe vollständig auszubilden.
Die Endgröße des Käfers hängt nicht, oder wenig, von der Größe der Larve ab, sondern vorrangig vom Gewicht.

Nach Larven sucht man am besten 3-4 Monate nach dem Einsetzen der Käfer, oder wenn die Elterntiere gestorben sind (aber nicht wenn sie vor 3-4 Monaten sterben).
Die Larven vereinzelt man am besten, in angemessen große Dosen oder Gläser mit Deckel und guter Belüftung. Sie werden weiterhin mit dem Brutsubstrat gefüttert.

Nach Eiern sollte man gar nicht suchen, da man diese oft übersieht und ein hohes Risiko besteht, dass man sie zerstört.


L1 von Dorcus parallelipipedus


Ältere L2 Odontolabis ludekingi ludekingi.


L3 (links), L2 (mitte), L1 (rechts) von Odontolabis ludekingi ludekingi.



L3 von Odontolabis ludekingi ludekingi.