Tipps und Wissenswertes


Tipp für schönere Fotos

veröffentlicht um 11.04.2012 06:30 von Christian Molls   [ 23.04.2012 00:21 wurde aktualisiert. ]

Ich bin mit Fotos, die ich im Zuchtraum mache, oft nicht zufrieden. Deswegen mache ich Fotos am liebsten, wenn es Wetter und Jahreszeit zulassen, draußen im Freien. Dort herrschen eigentlich die besten Lichtverhältnisse und die Käfer lassen sich auch besser in Szene setzen. Meiner Meinung nach gelingen dort die besten Bilder. Jedoch muss man natürlich gut aufpassen, dass kein Käfer unbeobachtet bleibt und entwischt, vielleicht sogar wegfliegt!

Der Käfer, ein Erfolgsmodell!

veröffentlicht um 26.08.2010 13:41 von Christian Molls   [ 26.08.2010 14:00 wurde aktualisiert. ]

Käfer sind die Artenreichste Gruppe von Lebewesen auf unserem Planeten.
Mit etwa 350.000 bisher beschriebenen Arten, ist jedes 5. Lebewesen ein Käfer.
Und Wissenschaftler vermuten, dass erst 10% aller Käferarten entdeckt worden sind.
Das heißt es braucht eine Menge Nachwuchs-Koleopterologen um all die unbekannten Arten zu finden und zu beschreiben.
Käfer haben fast jeden Winkel der Erde erobert: Wälder, Wiesen, Gebirge, Wüsten, Seen und Flüsse ja vielleicht sogar die Eiswüsten der Pole. Man kann sie überall außer im Salzwasser finden.
Und sie existieren schon seit sehr langer Zeit, sie erlebten und überlebten die Dinosaurier und vermutlich werden sie auch die Menschheit überleben, wenn die Menschheit nicht vorher alles zerstören wird...
Es gibt Winzlinge unter ihnen, die gerade mal einen viertel Millimeter groß sind. Aber auch Riesen, die fast 20cm groß werden können wie der Südamerikanische Bockkäfer Titanus giganteus. Auch das schwerste Insekt der Welt ist ein Käfer, der Goliathkäfer (Goliathus goliatus) der als Imago bis zu 100g wiegen kann. Die, im Verhältnis zur Körpergröße, stärksten Tiere der Welt sind Nashornkäfer. Manche von ihnen können das 850-fache ihres eigenen Körpergewichts heben!
Und Käfer sind keine nervigen Plagegeister sondern überaus wichtige Kreaturen. Es gibt Arten, die Holz abbauen, andere schaffen Kot weg, manche bestäuben Blüten und wieder andere beseitigen Kadaver. Käfer haben jede ökologische Nische besetzt und ohne sie würde vermutlich das gesamte Ökosystem zusammen brechen.
Sie räumen sozusagen unsere Erde auf und dienen anderen Lebewesen als Nahrung... sie sind unersetzbar!
Also falls sie mal einen Käfer als ungebetenen Gast bei sich zu Hause haben, dann töten sie ihn nicht, sondern setzen sie ihn einfach in seine natürliche Umgebung zurück, und ja das kann auch schonmal das eigene Haus sein wobei dies meist Schädlinge betrifft.

Danke für ihre Aufmerksamkeit!

Fresspause

veröffentlicht um 28.07.2010 11:36 von Christian Molls

Wenn eine Larve an einer Behälterwand, in einer kleinen Kammer liegt, und das Fressen einstellt, lässt dies auf eine bevor stehende Häutung oder Verpuppung schließen.
Die Larven bewegen sich nicht mehr viel, stellen das Fressen ein und wirken leicht schrumpelig. Die Häutung/Verpuppung selbst geschiet meistens über Nacht.

Junge Larven sind empfindlich!

veröffentlicht um 26.07.2010 09:13 von Christian Molls

Firsch aus dem Ei geschlüpfte Larven sind sehr empfindlich!
Sollte man Larven in L1 finden, so lässt man sie am besten im gleichen Substrat in dem man sie gefunden hat, bis sie L2 sind.
Bei L2 sollte man vom Substrat nie mehr als 50% wechseln.
Bei L3 muss man sich da weniger Sorgen machen, allerdings sollte auch hier immer 20% des alten Substrats vorhanden bleiben.

Eier sollte man gar nicht suchen aber wenn man mal welche finden sollte, auf keinen Fall wegnehmen sondern da lassen wo sie sind, sonst besteht ein hohes Risiko dass sie absterben!!!

Lucanus leben nicht lange!

veröffentlicht um 25.07.2010 11:29 von Christian Molls

Die Lucanus-Arten sind sehr schöne und imposante Tiere.
Doch leider leben sie oft nicht mehr als 2 Monate als Imago.
Auch benötigen die meisten Arten dieser Gattung niedrige Temperaturen zur Zucht.
Die beste Temperatur liegt bei 16-18°C!

Frühzeitiger Schlupf

veröffentlicht um 25.07.2010 11:25 von Christian Molls

Bei vielen großen Käferarten ist es oft so, dass die Weibchen viel früher schlüpfen als die Männchen.
Meist sind sie dann schon tot bevor die Männchen schlüpfen, da diese länger in der Entwicklung brauchen, weil sie größer werden.
Dagegen kann man folgendes tun: Die Weiblichen Larven und Kokons hält man kühler als die der Männchen, das bewirkt langsameren Wachstum der Weibchen.

Achtung: Das klappt nicht bei allen Arten!

Auf keinen Fall mit Puppen spielen!

veröffentlicht um 25.07.2010 11:22 von Christian Molls

Wenn Larven damit beginnen Kokons zu bauen und sich verpuppen, sollten sie absolut in Ruhe gelassen werden.
Schon die leichteste Störung kann zu späteren Schlupffehlern oder soger dem Tod führen!
Also: Auf keinen Fall mit Puppen spielen.

Odontolabis brauchen es feucht!

veröffentlicht um 25.07.2010 11:18 von Christian Molls

Die Arten der Gattung Odontolabis brauchen es warm und feucht.
Das Substrat sollte so feucht sein, dass man Klumpen daraus formen kann und diese auch halten.
Außerdem sollten die Wände des Zuchtbehältnisses immer leicht beschlagen sein.

Mehrere Odontolabis-Arten formen Substratklumpen um Eier dort hinein zu legen.

Dorcus sind robust!

veröffentlicht um 25.07.2010 11:15 von Christian Molls   [ 25.07.2010 11:22 wurde aktualisiert. ]

Wenn sie robuste und langlebige Hirschkäfer haben wollen, sollten sie sich für Dorcus-Arten entscheiden.
Sie können mehrere Jahre alt werden, überstehen kühle Temperaturen und lange Zeit ohne Futter, und zudem sind die meisten Arten dieser Gattung auch leicht zu züchten.
Auch sind Dorcus oft große, imposante Tiere, die zwar meist nicht mit Farbenpracht bestechen, aber sehr viel Freude bereiten.

Dorcus-Arten sind Stammleger und ihre Larven sind fast immer kannibalisch!

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