In der Mytologie der Vampire ist neben den Motiven der Unsterblichkeit und des Aussaugens ein dritter wichtiger Aspekt bedeutsam, nämlich die erotische Komponente des Vampirs. Sie ist allerdings ursprünglich mit Frauen verknüpft und eigentlich eine literatische Erfindung des 19.Jahrhunderts.
Betrachtet man die Vampire hinsichtlich der Sexualittät, fallen sie meistens als asexuelles Wesen auf und wirken oftmals abstoßend.
In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts wurde das Vampirmotiv zunehmends sexualisiert.
"Das Geschlechtliche war aus dem bürgerlichem Bewusstsein ausgegrenzt und immer unaussprechlicher geworden. Es schlich sich daher in Gruselgeschichten ein, chiffriert, entstellt und pervertiert", so Karsten Prüssmann in seinem Buch "Die Dracula-Filme".
In Malerei und Literatur wurde der Vampir hauptsächlich als Frau dargestellt und verkörperte das Bedrohliche am weiblichen Wesen.
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