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Monatskolumne April 2011
 
Endlich mal wieder eine gelungene Veranstaltung.
Dank der authentischen Kenntnisse von Pirusan Mahboob und allen anderen gut vorbereite-ten Diskutanten. Vieles konnte aus Zeitgründen nicht diskutiert werden, deshalb hier zwei Hinwei-se auf Medienbeiträge:
"Niemand verkörpert diese Haltung mit mehr schauriger Grandezza als Claus Kleber vom ZDF. Abend für Abend bringen Kleber und die Seinen ihren gerechten Krieg in moralische Höchstform. Wir hören allein von getöteten, verletzten, bedrohten und geschundenen Rebellen. Menschen, die wir angeblich nur mit Bomben retten können. Wir in unseren Sesseln müssen bloß ein bisschen zustimmen, den Rest erledigt dann schon die NATO. Man muss schon gründlich suchen, um ein paar Informationen darüber zu finden, wer diese Rebellen denn eigentlich sind. Und dann könnten einem schon erhebliche Bedenken über die Lauterkeit ihrer Revolte kommen. Besser also gar nicht erst darüber berichten."
Der vollständige Beitrag aus dem Freitag steht im Archiv. Hier noch der nicht zustandegekommene Hörbeitrag:
Leider nur Audiodatei (zweiter Beitrag) aber sehr aufschlussreich und das vom öffentlich rechtl. Rundfunk.
 
Monatskolumne März
Wir wollen unser´n Kais...nöö.. unsren Märchenprinz Karl Theodor wieder haben!!!
Das Interesse und die Aufmerksamkeit um den Rücktritt des Verteidigungsministers (oder genauer Kriegsminister, denn galt es nicht als große Tat dieses Herrn, dass er die Zustände in Afghanistan so benannte wie sie sind: also ein Krieg !!!) sagt mehr über uns Deutsche aus als die eigentliche Ursache des Rücktritts: die vorsätzliche Täuschung beim Erstellen seiner Doktorarbeit und infolge sein unehrliches und unglaugwürdiges Verhalten. Tief eingegrabene Figuren aus dem Grimms Märchen-schatz darf man dem deutschem Volke - so mir nichts dir nichts - nicht entziehn. Das zerrt an den archaischen Wurzeln eines jeden Deutschen. Vor allem für unsere deutschen Frauen war es ein Liebesentzug per excellance.
In Angesicht dieser Blind-heit stellt sich doch die Frage:
Würde das dt. Volk (gut angeheizt von Bild und Privat-TV) nicht jedem Politiker, ob links- oder rechtsaußen hinterher laufen. Nur muss er gut aussehen, jugendlich daherkommen, kein Politergehabe, lieber etwas rambohaft und im Kampfanzug. Glaubhaftigkeit und ehmals hoch beschworene Werte werden recht schnell als Kehrricht auf den Müllhaufen einer  einstmals recht und schlecht funktionierenden Demokratie geworfen. Garnicht zu reden vom gespaltenem Denken der Kanzlerin. Irreparabeler Schaden und alternativlos oder was können wir tun?
Vgl. auch: jungle-world.
 
Monatskolumne Februar
Wieviel Demokratie in den arab. Staaten ist dem Westen genehm? oder Wohin mit den Freunden des Westens?
Ein Gespenst geht um in der arab. Welt: das Gespenst der Demokratie, der Volksherrschaft!
Ein Altachtundzechziger aus Thüringen sieht und zieht natürlich sofort Parallelen zu 68 Prag und 89 Leipzig. Und gleich eine zweite Frage: Aufruhr oder Demokratiebewegung?
Die hiesige bürgerl. Presse behandelt die Demokratiebewegung  von
Anfang an recht despektierlich:
Aufrührer, welche einen Feuersturm in Gang setzen, die islamistische Moslembruderschaft,die Mubarak so gut im Griff hatte,junge Leute (nicht nur), die facebook / twitter als Informations- und Organisations-instrument nutzen, kom-men noch recht gut weg; wobei man gleich selber mal nach dem Absperr-hahn sucht...
Hier versteckt sich auch des Pudels Kern: Die geostrategischen  und ökonomischen Interessen des Westens! Deshalb auch die Frage: Geht Mubarak nach Heidelberg und bekommt Gaddafi  im Landhaus von Berlusconi Asyl? Ursachen müssen gesucht und benannt werden. Warum werden die autokratischen Systeme vom Westen ausgehalten.Die Globalisierung fegt wie ein Tsunami über die arab. Kultur. Schauen wir genauer hin... vielleicht auf unserer nächsten Tagung?
Vgl. auch:
 
Monatskolumne Januar
Woher bekomme ich meine Informationen ? Wer macht meine Meinung? Welche Mittel habe ich  und Meier, Schulze, Leh-mann, um ein möglichst objektives Bild von nahen und fernen Ereignissen zu erhalten? Die Fragen könnte ich unendlich fortsetzen. Die Antworten sind schwer und werden möglicherweise immer schwerer, trotz Internet.
Hier kommt WikiLeaks Gründer Assange ins Spiel
Und wieder: Was können wir wissen? Was können wir glauben? Wer mani-puliert hier wen? mehr...
Also ein nächstes Thema für uns? Siehe auch 
rechte Spalte!
Hierzu ergänzend: Wo steht Deutschland im Presseranking: 
 
Monatskolumne Dez.:
Das Grundgesetz erlaubt keine Wirtschaftskriege 
Sogar die SPD macht sich gegen die wirschaftl./militärischen
Forderung von Guttenberg stark.
Sprachlos steht man/ich vor diesen nassforschen Sprüchen des gelglatten Scharfmachers.
Verstärkt von bürger-licher Presse (FAZ, Bild etc.) sollen wir wieder an Worte wie "Stolz und Ehre, Anstand und Tugend, Tapferkeit und Mut" für Deutschland gewöhnt werden (J.C.).
Siehe auch hintergrund 
Freie Fahrt für Handels-kriege
 
Monatskolumne Nov.:
G-20-Gipfel in Seoul endet ohne greifbares Ergebnis bei den Hauptstreitpunkten.
...Die Absicht der Fed und des Weißen Hauses, mit dieser Geldschwemme das US-Haushaltsdefizit zu finanzieren und die Wirtschaft aufzuputschen, war international ungewöhnlich scharf kritisiert worden. Zudem war es der US-Delegation unter Leitung von Präsident Barack Obama in Seoul nicht gelungen, die wirtschaftspolitische Deutungshoheit zurückzugewinnen. Obama und sein Kabinett hatten ausgemacht, daß die Staaten mit erheblichen Exportüberschüssen an der allgemeinen Misere die Hauptschuld trügen. Deshalb sollten diese Volkswirtschaften in Seoul verpflichtet werden, die Überschüsse auf vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu begrenzen. Davon war im Schlußdokument keine Rede.
Um Schlimmeres zu verhindern, einigten sich die Staats-und Regierungschefs letztlich nur darauf, unterschiedlicher Meinungen zu sein. Klar wurde: Die Zeiten, in denen Washington diktieren konnte, sind vorbei. So ließen denn auch Export-Champions China und Deutschland, aber auch Rußland, Japan und Brasilien die US-Amerikaner auflaufen...

mehr...jwelt

 

Monatskolumne/Okt.

SPANISCHZWANG FÜR DIE DEUTSCHE PARALLELGESELLSCHAFT IN MALLORCA?

(aus Web-blogg: bangemachen.com)

So aggressiv und ernstgemeint auch die Drohgebärden der deutschen Abschaff-Partei sind, so komisch im literarischen Sinne oft ihre Inszenierung. Nicht bloß, dass die Vererbungsideologen Urväter haben, die einmal “Sarazenen” (Orientfahrer oder Einwanderer aus dem Orient) bzw. ungarische Roma (Sarkozy) waren – auch ihre Wut auf Parallelgesellschaften ist urkomisch. Um diesen Eintrag heiter zu schließen, versetzen wir uns bitte mal kurz in “spanische” Haut: Was sollen wir dann zu den deutschen Parallelgesellschaften auf spanischem Boden sagen? In gewisser Weise besteht ja aller Tourismus aus flexiblen Parallelgesellschaften und Migrationen -  besonderes aber der Dauertourismus deutscher Migranten am Mittelmeer. Konsequenterweise müssten die deutschen Migrantenabschaffer sich entsetzen, dass sie in den deutschen Parallelgesellschaften auf Mallorca und anderswo bloß deutsch hören, nicht zu reden von “urdeutschen” kulturellen Ritualen. Da müssten Spanisch-Tests für alle Dauertouristen eingeführt werden – einschließlich kulturell-historischer Tests (“Wer war Riego? Wieviel spanische Republiken gab es und von wann bis wann existierten sie? Wie hieß der General, der Lorca ermorden ließ, und wann war das? Wer war überhaupt Lorca?” usw.). Und als erste sollten die Lautsprecher der Abschaff-Offensive in den Medien solchen Tests unterzogen werden: Sie wissen ja nicht einmal, dass Goethe (sicher mit ironisch-symbolischem Hintersinn, aber immerhin in dem damals führenden deutschen Massenmedium)sich als Moslem geoutet hat.

 
  • Der Prager Frühling  war für politisch Interessierte in Ostdeutschland das einschneidenste und in seiner Wirkung weitreichendste Ereigniss der 60- und 70-ziger Jahre. Die einzige Möglichkeit sich außerhalb der totalitären Staatsstrukturen mit Gleichgesinnten auszutauschen, waren kleine private Diskussionsrunden, später auch Arbeitskreise, dann aber meist unter dem Dach der Kirche. 
  • Der Diskussionskreis in Gotha wurde im Frühjahr 1966 gegründet und existierte bis Sommer 1974. Der Zusammenhalt entstand hauptsächlich über die - vom herrschenden Regime nur recht und schlecht geduldete - Beatmusik. Die Themen, die besprochen wurden, betrafen Herrschafts- und Machtstrukturen in Ost und West. Den kritischen Blick auf gesellschaftliche Prozesse und den Versuch: trotz des krummen Holzes, einen aufrechten Ganges zu wagen, haben wir bis heute beibehalten. Die Erinnerung an das Frühjahr und den Sommer 1968 in Prag, das Leben in einer offenen und angstfreien Gesellschaft blieb bis heute in uns wach.
  • Der im Sommer 2008 wieder gegründete Arbeits-kreis diskutiert weiterhin Verwerfungen gesellschaftlicher Entwicklung. Er hat vorerst - im Dschungel der Informationen und interessengelei-teten Meinungen - Selbstverständigungscharakter.
  • Defizite, Mängel im Alltag, demokratiefeindliche 
  • Veränderungen in der Gesellschaft werden aufgespürt, transparent gemacht und kritisch im möglichst breiten öffentlichen Diskurs erörtert.
  • Ziel ist es: praxisorientiert, Erfahrungen vor Ort zu sammeln, diese Prozesse fassbar zu machen sowie gesellschaftlich einzuordnen.
  • Theoretisch wird versucht, eine Sondierung von Schrift- und Bildmaterial (hist. wie aktuell) vorzunehmen, zu recherchieren und die Extrakte praktikabel als Unterstützung und Orientierung anzubieten.
  • Anliegen ist also parteiunabhängiges, bürgerschaftliches Engagement, um demokratische Strukturen zu festigen und zu erweitern.
  • Hierzu finden regelmäßig Treffen des Arbeitskreises - jeweils eine  Frühjahrs- und Herbsttagung - statt, zudem ein aktueller Informationsaustausch über e-mail; mit dieser Webseite jetzt auch über das Internetportal. Langfristig könnte so ein Netzwerk "unabhängiger" Informationen geschaffen werden. In einem  noch zu installierenden Forum sollen in einem nächsten Schritt ein größerer Kreis von Interessierten angesprochen werden.
Vorbereitungen zur nächsten Tagung
Thema:
Unbehagen an unserer Kultur
Ort und Zeit:
WE o.GTH ?
Ende April, Anfang Mai 2012
Moderation:
J.C.
Beiträge
Eingangsreferat von Dr.Karl Hotz

 
Kurzkommentar zu:
Ganz abgesehen davon, dass ein viel umfas-senderes Menschenbild durch unsere kulturelle Entwicklung in Deutsch-land über Jahrhunderte geprägt wurde 
(griechisch-röm. Kultur, Aufklärung etc.),
hat diese begrenzt selektive Sicht und diese Rigorosität nicht mal was mit einem christlichen Menschenbild zu tun.(J.C.)
 
Aktuelles aus anderen Web-Zeitungen:
weiter dieser Artikel:
Die Leitz-Kulturdebatte !!
aus der zeit mehr hier... 

Merkel: Wer das christliche Menschenbild nicht akzeptiert, ist “fehl am Platze” in Deutschland.

Die CDU-Vorsitzende erklärte auf einer CDU-Regionalkonferenz am 20.10.10 in Berlin-Brandenburg: “Wir fühlen uns dem christlichen Menschenbild verbunden, das ist das, was uns ausmacht.” Wer das nicht akzeptiere, “der ist bei uns fehl am Platz“.
Nein, Frau Kanzlerin, ich fühle mich dem Menschenbild des Humanismus verbunden und als „Verfassungspatriot“ dem Menschenbild des Grundgesetzes und nicht dem christlichen Menschbild verpflichtet. Bin ich also „bei uns fehl am Platze“? (Wolfgang Lieb, Nachdenkseiten)
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