Das Programm
Dieses Programm dient dazu, mit Kompass
und Bandmaß aufgenommene
Flächen auszuwerten, darzustellen und zu speichern. Es werden
verschiedene Aufnahme- und Berechnungsverfahren unterstützt. Die
Geometrien können gespeichert oder
als ESRI Shapefile exportiert werden.
Einsatzgebiete
Der Aequometer ist eine Arbeitsmappe für
Microsoft Excel zur Auswertung polar vermessener Geometrien. Diese wurde dem Fokus auf die forstliche Arbeit entwickelt. Der potentielle
Einsatzbereich reicht jedoch weit über die Verwendungsmöglichkeiten im Forst hinaus.
Trotz der zunehmenden Verlagerung des Messverfahrens auf satellitengestützte Systeme wie GPS, wird die „traditionelle”
Flächenvermessung auch weiterhin eine Rolle spielen.
Aus diesem Grund wurde mit dem Aequometer 3.5 ein Werkzeug geschaffen, mit dem in der Natur gemessene Daten berechnet und
in GIS Syteme übernommen werden können.
Die Verwendung des
Aequometers wurde vom Bayerischen Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) für die Flächenermittlung bei der
forstlichen Förderung in Bayern freigegeben. Der Vertrieb der zugelassenen Version für
die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) erfolgt über die Staatliche
Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk). Für weitere Nutzer
steht das Programm auf dieser Seite kostenfrei zum Download zur Verfügung.
OpenSource und kostenfreie Weitergabe
Der Aequometer ist quelloffen, was heißt dass die
programmatischen Bestandteile einsehbar sind und von erfahrenen Anwendern auch
angepasst werden können und dürfen. Die Lizenzbedingungen GPL(1991) ermöglichen dies und die freie
Weitergabe des Programms. Eine Weitergabe von veränderten Versionen ist jedoch
nur unter bestimmten Bedingungen zulässig, näheres ist in den Lizenzbedingungen
aufgeführt. Ob eine unveränderte Originalversion vorliegt kann anhand einer
digitalen Signatur festgestellt werden, deren öffentlicher Schlüssel hier zur Verfügung gestellt wird. Diese
Signatur wird beim Speichern einer veränderten Version von Excel entfernt, da der Anwender nicht über den dazugehörigen privaten Schüssel dem
Anwender verfügt.
Vermessung im Forst - Diplomarbeit
Die Vermessung im Wald stellt einen wichtigen
Bestandteil forstlicher Betriebsarbeiten und Forschung dar. Es handelt sich
hierbei um Aufgaben wie das Einmessen von Punkten und Linien oder die
Ermittlung der Größe einer Fläche. Hierfür werden meist optische, trigonometrische
Verfahren eingesetzt, wenn auch die Bedeutung satellitengestützter Systeme zunimmt.
Die geforderten Genauigkeiten sind im Forst oft geringer als z.B. in der
Landes- oder Katastervermessung, was den Einsatz einfacher Messgeräte und ‑verfahren
erlaubt. In der Aequometer Diplomarbeit werden polare Aufnahmeverfahren untersucht,
die von forstlich ausgebildetem Personal mit einfachen Messgeräten wie
Handkompass und Fadenmessgerät durchgeführt werden können.
Auswertung der Daten mit dem Aequometer
Satellitenempfänger und moderne
Vermessungsgeräte speichern die erhobenen Messwerte intern. Diese können später
an einen PC überspielt und dort mit der entsprechenden Software ausgewertet
werden. Da die zeichnerische und rechnerische Auswertung der Daten von Hand bei
der polaren Aufnahme viel Zeit in Anspruch nimmt, ist man hier ebenfalls auf
entsprechende Auswertungssoftware angewiesen. Dem Förster sollte ein Werkzeug
an die Hand gegeben werden, mit dem sich die gemessenen Daten
benutzerfreundlich auswerten lassen. Zu diesem Zweck wurde der Aequometer
entwickelt. Die grundlegenden Berechnungen wurden in Zusammenarbeit mit Dr.
Jürgen Zander als Arbeitsmappe
für Microsoft Excel umgesetzt. Der Autor hat diese Arbeitsmappe erweitert und
verschiedene Programmteile in Microsoft Visual Basic for Applications
entwickelt. Das Ergebnis ist eine Software, mit der polar vermessene Geometrien
berechnet, dargestellt und gespeichert werden können. Zur Verwaltung und Weiterverarbeitung
der Geometrien und den dazugehörigen Sachdaten in GIS[1]-Systemen
ist der Datenexport in das ESRI Shape Format möglich. Verschiedene Softwarelösungen,
die unter anderem an den AELF, den
Naturschutzbehörden und Forschungsanstalten vorhanden sind, können diese Daten
lesen. Somit wurde eine Schnittstelle zwischen der manuellen Aufnahme und der
elektronischen Weiterverarbeitung geschaffen, die lizenzkostenfrei in der
Praxis einsetzbar ist.
[1] Mit geographischen Informationssystemen (GIS) können „raumbezogene
Daten digital erfasst und redigiert, gespeichert und reorganisiert, modelliert
und analysiert sowie alphanumerisch und graphisch präsentiert werden.“Bill(1994)
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