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Mittelbadische Presse, 27./28.April 1996 Junge Interpreten boten Klaviermusik der Extraklasse „Im Ortsteil Sandweg konzertierten junge Preisträger des C.Filtsch Klavierwettbewerbs. [...] Ein professionelles Programm bot die 16jährige Adriana Paler. Liszts "Vallée d’Obermann“ kann man nur angemessen bringen, wenn man über extreme Dynamik und brillante Technik verfügt. Die „Mazurka in es-Moll“ von Filtsch, ein vollromantisches, von der Form unkompliziertes und vordergründiges Werk, ist aufgrund seiner offen liegenden Struktur auch nicht einfach zu präsentieren. Und schließlich geht es um beste Anschlagskultur und exzentrische dynamische Gegensätze bei Debussys „L’Isle joyeuse“. Wie anmutig die Nachwuchsvirtuosin ihre drei Werke brachte, beeindruckte tief. Die Kraft eines Franz Liszt kan voll zum Tragen. Aber auch die Gegensätze zeugten von bester Anschlagskultur. Die Mazurka, einwandfrei interpretiert, leitete dann zum wohl qualitativ besten Stück des Abends über. Debussy hat nicht nach Kontraregeln komponiert. Seine Stärke liegt im hochsensibler Zeichnen innigster, aber auch extremer Empfindungen. Adriana Paler hatte das Format, tief in diese Intensionen (L’Isle joyeuse) einzudringen und zudem die technischen Reserven, auch brillante Akordik optimal zu bringen. Für ihre Altersklasse bot sie Spitzenniveau.[...] Bei konsequenter Fortentwicklung, entsprechend dem gebotenen Repertoire, dürfte dem internationalen Parkett nichts im Wege stehen.“ Acher und Bühler Bote, 1.Mai 1996 Beim "Forum musicum": Eigenes Erleben musikalisch mitgeteilt
[...]“Die Begabung sehr junger Künstler äußert sich über alle technischen Fertigkeiten hinaus vor allem in der Fähigkeit, sich das ein oder andere Werk ganz persönlich anzueignen und über eine erlernte Interpretation hinaus eigenstes Erleben musikalisch mitzuteilen. Die in diesem Sinne reifeste Leistung des Abends zeigte die sechzehnjährige Adriana Paler mit Liszts "Vallée d’Obermann“ aus dem ersten Teil der „Années de pélérinage“. Ohne Äußerlichkeit, mit großem Ernst und reicher Klangphantasie, stellte sie das pathetische Werk zwischen abgründiger Düsterkeit und hymnischem Aufschwung dar; ein heute selten gespielter, einer nüchterner Vorstellung schwer zugänglicher Liszt, dessen eigentümliche Romantik manchmal zu Unrecht des religiösen Kitsches verdächtigt wird. Auch das höchst schwierige „L’Isle joyeuse“ von Claude Debussy wurde von Adriana Paler farbig und temperamentvoll dargeboten.“
Badische zeitung, 7.Mai 1996 Virtuos, vielseitig und brillant. Konzert von Preisträgern des Carl-Filtsch-Musikwettbewerbs [...]“Adriana Paler (15 Jahre, Rumänien) beugte ihren Kopf beinah auf die Tasten unter der Schwermut von Liszts "Vallée d’Obermann“ und richtete sich bei den erlösenden Partien kurz auf. Dieses Werk verlangt ein Äußerstes an Technik, Kraft, musikalisch-etischem Empfinden und Verständnis, vielleicht sogar ein wenig Theatralik; daß die Interpretin über dies alles frei verfügt, erstaunt und konnte die Aufmerksamkeit der Zuhörer in jedem Augenblick des fast zehn Minuten langen Werk fesseln. Ravels Sonatine trug die 15jährige danach anmutig und virtuos vor. [...] Herzliches und anhaltender Beifall für ein berauschendes Konzert“ | "...extreme Dynamik..." "..brillante Technik..." "...beste Anschlagskultur..." "...exzentrische dynamische Gegensätze..." "...Spitzenniveau..." "...zwischen abgründiger Düsterkeit und hymnischem Aufschwung ..." "...Äußerstes an Technik, Kraft, musikalisch-etischem Empfinden und Verständnis..." |