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Freders Jobs

http://www.nord-stream.com/en/press0/press-releases-special/wreck-survey.html

Some jobs done:

Tauchen unter wissenschaftlichen Aspekten

August 2002, 2003, 2004, 2005, 2006: Unterwasserausgrabung eines Siedlungsplatzes der Ertebölle-Kultur in Neustadt in Holstein

Dieser heute im 2-4m tiefen Hafeneinfahrt des Neustädter Hafens gelegene Platz erwies sich seit seiner Entdeckung nach Hafenvertiefungen im frühen 20. Jh. und dem Beginn der systematischen wissenschaftlichen Erforschung anfangs des 21. Jahrhunderts als wahre Fundgrube von wichtiger Bedeutung für die Aufarbeitung dieser Steinzeitepoche.
Nach der Wiederentdeckung durch den Marinetaucher H. Kraus begann die Erforschung des ausgedehnten Platzes. Erst wurden Oberflächenfunde (Steinbeile, Geweihteile) abgelesen, um anschließend durch Suchschnitte im Sediment den Hauptbereich des vermuteten Siedlungsplatzes zu finden. In den letzten Augustmonaten wurde durch Taucher des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein mit freundlicher Hilfe der Marine, der Stadt Neustadt und Sponsoren (Reederei Deilmann, Fielmann,...) die systematische Ausgrabung begonnen. Von Land aus wurden Wasserschläuche zu einem über der Grabung verankerten Prahm verlegt, die mit 12 bar Druck mehrere „Injektoren“ betrieben. Über diese Geräte wurde per Unterdruck Sedimente und Funde angesaugt und in einem Netz aufgefangen. Diese Beutel wurden an Land gebracht und dort gewaschen und in Makroreste, Knochen, Flint, Keramik und Artefakte sortiert. Die Fundschicht ist sehr reichhaltig und konserviert selbst fragile Stücke aus Holz.
Zu den wichtigsten Funden gehören das Stück eines verzierten Kanus, mehrere Axtschäfte, Harpunenspitzen aus Geweih, Beile und Äxte aus weit entfernten Regionen, verzierte Holzstücke und Textilfunde.
Zahlreiche Berichte in den Printmedien (u.a. National Geographic 11/03), Hörfunkberichte (NDR), Fernsehteams (NDR, 3Sat,...) und Besucher hielten Einblick in die Arbeit.
Leitung: Dr. S. Hartz

siehe auch: Tauchen in Neustadt

Juli: Forschungstaucherausbildungen an der Universität Kiel.

November 2005: Demonstration von Tauchprozeduren und Tauchgerät der Kieler Forschungstauchgruppe im Schwimmbecken der Hanseboot in Hamburg für den NDR.
Leitung: H. Kraus

November 2003: Probenentnahme und Seegraszählung in der Kieler Förde vor Falkenstein.
Ein Fangkäfig wurde über Bord geworfen und mittels eines Schwimmkörpers über der zu untersuchenden Stelle positioniert. Danach wird per Seil ein Schäkel gelöst, der Käfig sinkt auf den Boden und ein Rollgitter wird schnell an der Unterseite vorgeschoben, das den Käfig verschliesst. Danach wird er an Bord gezogen und das darin gefangene Getier untersucht.
Leitung: Dipl.-Biologe I. Bobsien

Januar 2003: Probeentnahme und Untersuchung mehrerer Schiffswracks vor der Küste Poels für das Archäologische Landesamt Mecklenburg-Vorpommern.
Für den Schutz der Koggenwracks vor schädlichen Umwelteinflüssen und Schädlingen wie dem Schiffsbohrwurm (terredo navalis) wurden Holzproben in etwa 7m Tiefe genommen und Datenlogger, die Temperatur und Salzgehalt des Wassers messen, in der Nähe des Wracks aufgestellt.
Leitung: Dipl.-Museologe Th. Förster

Juni 2003: Probeentnahme an einem mesolitischen submarinen Wald vor dem Kembser Strand in 8m-10m Tiefe. Gleichzeitig wurde für den NDR eine Hörfunkreportage aufgenommen.
Leitung: Dr. S. Hartz

September 2003: Ausgrabung eines frühmittelalterlichen Schiffswracks vor der Möweninsel in der Schlei. Es wurden Reste der Planken und der y-förmige Kiel gefunden, der Traditionen der nordischen Bauweise gekoppelt mit Elementen des Mittelalters vorwies. Die Funde wurden nach Schloss Gottorf zur Konservierung gebracht.

  • "Homepage des Archäologischen Landesamtes S-H zum Möweninselwrack"
  • Leitung: Dipl.-Prähistoriker M. Belasus

    Januar 2004: Suche nach überlieferter Fundstelle neolithischer „Kopfbestattungen“ vor der Westküste Fehmarns im strandnahen Flachwasserbereich.
    Leitung: Dr. S. Hartz

    März 2004: Einlagerung von Holzfunden für das AL M-V im Groß Radener See. Die Reste einer Kemenate (hölzerne Burgteile) und die Wrackteile eines in der Ostsee gefundenen Schiffes wurden im Flachwasserbereich des Sees eingelagert, bis Möglichkeiten einer Konservierung gefunden sind.
    Leitung: H. Pohl M.A.

    Februar 2005: Betauchung des Großen und Kleinen Plöner Sees auf der Suche nach möglichen Fundstellen für ein kommendes Binnenseeprojekt. Hierbei wurden mehrere Pfahlreihenfunde, Knochen-, Keramik- und Waffenfunde quer durch die Jahrtausende gemacht.
    Leitung: Dr. R. Bleile

    Juli 2005: Einrichtung des Unterwasserpumpensystems und Sondagebohrungen für die Augustgrabungskampagne in Neustadt.

    Dezember 2005: Untersuchung eines unbekannten Wracks nahe Heidkate. Vom Wrack wurden mehrere Holzteile gefunden, sowie einige Metallteile zur näheren Untersuchung abgeborgen.
    Leitung: Dr. H.J. Kühn

    Videos:

    September 2005 / Juni 2006
    Untersuchung des Nordteils des Windebyer Noors bei Eckernförde. Es sollte herausgefunden werden, ob im nördlichen Abschnitt eine wikingerzeitliche Hafenstation oder eine Siedlung existierte. Der östliche Teil des Danewerks, der Osterwall, führt in noch sichtbaren Spuren in Richtung Noor, wo auch eine Steinansammlung unter Wasser verborgen war. Diese könnte auf einen gemauerten steinernen Wallabschluss hindeuten. Die Untersuchung im Bereich bis zu 5m wurde rein haptisch durchgeführt, systematisch geführt an GPS-eingemessenen Schnüren. Es wurden einige verdächtige Holzartefakte geborgen.
    2006 wurden die beobachteten Anomalien durch Sidescansonarfahrten als natürliche geologische Erscheinungen entlarvt.
    Literatur: Starigard, Jahresbericht des Fördervereins des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Band 6 / 2005. S. 117-123.

  • "Homepage des Archäologischen Landesamtes S-H zum Windebyer Noor"
  • Leitung: Dr. W. Kramer

    September 2005
    AMLA-Untersuchung einiger Torfabbruchkanten vor Kiel-Bülk mit Berufstaucher Rolf Lorenz, der uns freundlicherweise einige interessante Positionen verriet und anschließend mit Mitgliedern der AMLA anfuhr.
    Leitung F. Huber M.A.

    April 2006: Abbau des Unterwasserpumpensystems zu Überholungsarbeiten

    Juli 2006: Voruntersuchung eines submarinen mesolithischen Fundplatzes vor Kalifornien. Ein Taucher hatte hier bei Tauchgängen im 4m-Bereich Knochen, Geweih und Flintsteinartefakte gefunden. Es wurden Bohrungen durchgeführt, um den Untergrund zu bestimmen. Desweiteren wurden festverwurzelte, versunkene Bäume gefunden.
    Leitung: Dr. S. Hartz

    November 2006: Zwischen den Werften Gebr. Friedrich und Lindenau in Kiel-Friedrichsort liegt das Wrack der "Jaan" im Flachwasserbereich. Dieser hölzerne Viermastschoner wurde 1920 als "James C. Hamlen" in Portland (Maine, USA) gebaut. In den 1930er Jahren fuhr sie unter dem Namen "Jaan" für einen estnischen Reeder. Das Schiff wurde im 2ten Weltkrieg in Kopenhagen erbeutet und nach Kiel geschleppt, wo es 1945 sank. Nach dem Krieg wurde das Schiff durch die Bevölkerung zu Feuerholz verarbeitet. Durch eine geplante Erweiterung des Werftgeländes ist das Wrack gefährdet und die Reste sollen weggeschleppt werden. Ziel dieser AMLA-Aktion war die Fotodokumentation des Wracks vor einer möglichen Zerstörung.
    Literatur: Starigard, Jahresbericht des Fördervereins des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Band 7 / 2006. S. 139-141.
    AMLA-Bericht über das "Jaan"-Wrack
    Leitung: F. Feulner M.A.

    Januar 2007
    Überprüfung einer Fundmeldung im Fluß Schwinge bei Stade. Beim Schwimmunterricht wurde vor 35 Jahren eine Holzstruktur im kleinen Fluß gefunden, die sich leider tatsächlich nur als alter Baumstamm herausstellte. Eine weitere Untersuchung weiter flussaufwärts an der sog. Schwedenschanze, einer alten sächsichen Befestigungsanlage aus dem 7. Jh. n. Chr. erbrachte mehrere Spaltbohlen, die möglicherweise nur Kuhzäune sind. Spaß hat es aber trotzdem gemacht.
    Leitung Dr. S. Kleingärtner

    Zeitungsbericht über die Untersuchung

  • Bericht in der Stader Regionalpresse, 10. Februar 2007
  • März 2007
    Taucharchäologische Untersuchung und Vermessung einer wikingerzeitlichen Brücke über die Peene.
    Etwa 1 km südlich der Ortschaft Menzlin und 5km westlich der Hansestadt Anklam (Kreis Ostvorpommern) lag am nördlichen Ufer der Peene auf einer Sandkuppe ein wikingerzeitlicher Handelsplatz aus dem 8./9. nachchristlichen Jahrhundert. Eine bereits in den 1960er Jahren ausgegrabene Siedlung erstreckte sich über eine Fläche von 18 ha. östlich des Siedlungsplatzes befindet sich eine mit Kiefern bewachsene Düne, die den Bewohnern als Friedhof diente. In diesem Wald sind heute noch die bootsförmigen Steinsetzunen der Grabanlagen erhalten. Dem Grabbeigabenspektrum der Brandbestattungen zufolge handelt es sich hierbei vermutlich um Frauengräber.
    Ziel der Tauchaktion war die Beprobung und Vermessung der Überreste der zur Siedlung gehörigen Holzbrücke, die über die Peene führte. Die Brückeunterkonstruktion ist in ihrem Nord- und Südteil auf einer Länge von je ca. 3x6m erhalten, der Mittelteil fehlt üer eine weite Strecke vollständig, da die Peene für den Schiffsverkehr auf eine Tiefe von 6m ausgebaggert wurde.
    Gefunden und vermessen wurden etwa 90 beindicke Pfähle aus schwerem Eichenholz, die vermutlich in mehreren Jochen die Brückentrasse trugen. Zur Vermessung und Bestimmung wurden die einzelnen Pfahlreste mit Stangen markkiert und mit Hilfe von Bändern verbunden, danach erfolgte die individuelle Durchnummerierung und Einmessung mittels Laser-Tachymeter und Reflektorstange. Lage, Form und Durchmesser der einzelnen Stämme wurden unter Wasser festgehalten. Ein Teil der Eichenhölzer wurde abgesägt und zur dendrochronologischen Bestimmung ans mecklenburg-vorpommersche Landesamt für Bodendenkmalpflege weitergeleitet.
    Ansonsten bot das Peenetal auch superseltenes Getier: Adler, Störche, Silberreiher, Flusskrebse, Biber, Minke, Eisvögel usw. Einfach auch so eine Reise wert...
    Leitung Dr. S. Kleingärtner

    April 2007
    Taucharchäologische Prospektion in Mohelnice, Tschechische Republik.
    Östlich der Gemeinde Mohelnice (ehem. Müglitz) in Mähren befinden sich seit den 1950er Jahren drei Seen, die durch den Kiesabbau einer örtlichen Firma entstanden sind. Bei der Sandgewinnung wurden in den Seen und an den Uferrandgebieten hölzerne Funde und Befunde beobachtet. Gefunden wurden mittelalterliche und neuzeitliche Pfahlsetzungen, die vermutlich Teile von einstigen Brücken über ein Niederungsgebiet waren. In Zusammenarbeit mit Dr. Jaroslav Peka vom Archäologischen Zentrum Olomouc, Prof. Dr. Oliver Nelle vom Ökologiezentrum der Uni Kiel, dem Landesamt für Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern und der Römisch-Germanischen Kommission wurden die Seeufer systematisch betaucht, um mögliche tieferliegende Funde zu lokalisieren.
    Das Ufer an den Baggerseen fällt häufig steil bis in eine Tiefe von über 40m ab, so daß nur sehr wenig neue Funde beobachtet werden konnten. Geomagnetische Prospektionsmethoden lassen an einigen Stellen jedoch auf mehr Befunde hoffen.
    Besonders überzeugt hat jedoch das überraschend gute Wetter mit 28°, die reichhaltige tschechische Küche und die netten Gastgeber, die diese Expedition begleiteten und zu einem regen Erfahrungsaustausch beitrugen.
    Leitung Dr. S. Kleingärtner

    Panoramafotos

    Videos:

    April 2007
    Untersuchung des wikingerzeitlichen Sperrwerks in der Schlei.
    Östlich von Reesholm in der Schlei wurde im Auftrag des Archäologischen Landesamts für Bodendenkmalpflege Schleswig-Holstein (ALSH) die submarinen Reste eines wikingerzeitlichen Sperrwerks betaucht. Ziel der Aktion war die Begutachtung des Zustandes, insbesondere eines möglichen Befalls mit dem Schiffsbohrwurm (teredo navalis), der mit seinem Appetit auf selbst harte Holzarten großen Schaden an marinen Bauwerken und Wracks anrichten kann.

    Leitung Dr. W. Kramer

    Mai 2007
    Wrackprospektion 2007 in der südwestlichen Ostsee
    Bei dieser mehrtägigen "AMLA-Jubiläumsausfahrt" wurden von Forschungstauchern der Arbeitsgruppe für maritime und limnische Archäologie in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesamt S-H und dem Archäologischen Landesmuseum S-H eine Vielzahl an bisher als "unbekannte Annomalien" eingestufte Positionen in der Kieler Bucht, Kieler Förde und Eckernförder Bucht angelaufen. Als Basisschiff diente uns der 30m Forschungskutter Littorina, von dem auch die Tauchgänge in Tiefen bis zu 27m durchgeführt wurden. Zur Wracksuche wurde ein DGPS-gesteuertes Sidescan-Sonar Typ CMax2 eingesetzt, welches bei der Suche nach den korrekten Positionen hervorragende Dienste leiste. Gesponsort wurde die AMLA vom Tauchequipmenthersteller OMS.
    Während der Ausfahrt wurden u.a. zahlreiche Netzhakerpositionen von Fischern überprüft und einige neue Wracks entdeckt und näher für die archäologische Landesaufnahme klassifiziert.

    Leitung Dr. S. Hartz

    Mai 2007
    Submarine Untersuchung in der Oste bei Brogbergen
    Über die Oste führt bei Brobergen eine kleine landwirtschaftliche Fährstelle, die bis zum 30jährigen Krieg von einer Burg, Kapelle und möglicherweise einer Brücke bzw Anlegestelle flankiert wurde. Hier wurde vom lokalen Fähr- und Geschichtsverein eine Tauchuntersuchung in Auftrag gegeben, bei der die Oste bis in etwa 3,5m Tiefe im Bereich der ehemaligen Burg abgesucht wurde. Null Sicht und mit den Gezeiten wechselnde Fließrichtungen waren natürlich nicht sehr hilfreich bei der Suche.
    Immerhin haben wir (mal wieder) einen Haufen Müll aus dem Fluss befördert. Die interessantesten Stücke waren ein Ösenbalken, eine antike Colaflasche und ein paar olle Knochen, vermutlich vom Schwein.

    Leitung Dr. S. Kleingärtner

    Panoramafoto

    Mai 2007 / Juni 2007
    Submarine Untersuchung in der Hohwachter Bucht
    Durch Taucher wurde das ALSH / ALM auf die Position einiger Torfbänke in 5m Tiefe knapp unterhalb der Steilküste bei Hohwacht aufmerksam gemacht. Bei einer ersten Untersuchung im Mai war die Sicht allerdings sehr schlecht, so dass die gesuchten Anomalien nicht gefunden wurden. Die zweite Untersuchung im Juni erbrachte jedoch einige Torfbänke aus festem Holztorf, in dem sich noch mehrere Auerochsenhörner von jungen weiblichen Tieren, sowie einige Vogelknochen befanden.


    Leitung Dr. S. Hartz

    Juni 2007
    Wracksuche in der Nordsee
    Durch Krabbenfischer wurden Netzhakerpositionen aus dem Wattenmeer westlich von Büsum gemeldet. Hierbei verfingen sich auch wiederholt mittelalterliche Reisskupferscheiben im Fanggeschirr. Das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein wollte den Funden nachgehen und startete eine kleine Untesuchung von Büsum ausgehend, die von einem NDR-Kamerateam begleitet wurde. Die Archäologen wurde freundlicherweise von der Crew des Krabbenkutters "Hindenburg" ins Wattenmeer gefahren. Die Nordsee erwies sich trotz sommerlicher 33° Luft- und 20° Wassertemperatur an der Oberfläche, in 20m Tiefe als ziemlich dunkle, mit Schwebstoffen durchsetzte Suppe, wobei das blaue Meeresleuchten (fast) als Lichtquelle ausreichte. Gefunden haben wir leider nichts von Bedeutung, Spass hat es trotzdem gemacht.


    Leitung Dr. H.J. Kühn

    Video:

    Juni 2007
    Submarine Prospektion vor Kalifornien
    Leider nicht das Kalifornien in Amerika, sondern am schönen Ostseestrand bei Kiel. Hier wurden etwa 300m vom Ufer entfernt wiederholt Geweihstücke, Abschläge, Steinbeile und Artefakte entdeckt. Daher wurde vom ehemaligen Polizeiboot Bussard aus eine mehrtägige Tauchaktion gestartet. Ein Vermessungssystem wurde ausgelegt und eine mobile Sauganlage installiert. Die Fundsäcke wurden an Bord auf einer Sortiervorrichtung nach Funden durchsiebt.
    Leider konnte bisher eine eindeutige Fundschicht nicht lokalisiert werden. Die Untersuchungen sollen aber fortgesetzt werden.

    Leitung Dr. S. Hartz

    Panoramafoto

    Juli 2007
    Wrackuntersuchung vor Fehmarn
    Im Auftrag des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein wurde eine erneute Untersuchung eines mittelalterlichen Wracks im Fehmarnbelt vorgenommen. Das auf etwa 22m Tiefe gelegene Wrack war sehr schlecht erhalten, die Sicht erwies sich als recht schlecht und die Oberflächenströmung war sehr stark. Als Basis diente das Vermessungsschiff Deneb vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, welches über eigene Taucher und einen Kran verfügte, mit dem die Taucher bequem von Bord gebracht werden konnten.
    Zum Zwecke einer dendrochronologischen Beprobung wurden einige Konstruktionselemente geborgen, vermessen und gezeichnet.
    Literatur: Starigard, Jahresbericht des Fördervereins des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Band 7 / 2006. S. 127-131.

    Leitung E. Halbwidl M.A.

    Panoramafoto

    September 2007
    Prospektion vor Graal-Müritz
    Im Zuge einer Verlegung einer Sielleitung am Strand von Graal-Müritz in Mecklenburg-Vorpommern musste der Flachwasserbereich vor der Verlegung des Rohres untersucht werden, da hier bereits steinzeitliche Artefakte gefunden wurden.


    Leitung Dipl.-Prähistoriker Mike Belasus

    Panoramafoto

    Oktober2007
    Prospektion Peenestrom Wolgast
    Wegen einer geplanten Verbreiterung des Fahrwassers vor der Klappbrücke über den Peenestrom wurde nördlich und südlich davon eine ausgedehnte Prospektion durch Sedimentsonarfahrten vorgenommen. Die vermuteten Anomalien wurden taucherisch vom Seezeichenkontrollschiff "Stralsund" aus untersucht. Die Sicht war ziemlich mies, die Strömung stark und die Funde waren leider nicht der Rede wert... Trotzdem wurden bei fieser Kälte 23 Marzipanbrote vertilgt.


    Leitung Dipl.-Prähistoriker Mike Belasus

    Panoramafotos

    Dezember 2007
    Prospektion Graal-Müritz / Darßer Weststrand
    Für das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege M-V wurde im Vorfeld einer Strandaufspülung eine Überprüfung von Luftbildanomalien durchgeführt. Die beobachteten verächtigen Stellen erwiesen sich jedoch als neuzeitliche Reste von Steganlagen, Buhnen und Dampferlandungsbrücken, die dem Kurort vorausgelagert waren. Im Zuge einer Fundmeldung wurde der Achtersteven eines Segelschiffes gesichert, der am Darßer Weststrand angespült wurde. Das komplette Teil von etwa 1200kg Gewicht konnte mit einem Bagger geborgen werden und wurde anschließend in einem Kiessee zwischengelagert.


    Leitung Dipl.-Prähistoriker Mike Belasus

    Panoramafotos

    Februar 2008
    Prospektion Ostholsteinische Seen
    Das östliche Schleswig-Holstein ist mit einer ganzen Kette von Binnenseen verschiedener Größe überzogen. Über 350 Seen bilden ein einzigartiges Siedlungsareal. Inseln innerhalb der Seen bieten der Bevölkerung Schutz und Rückzugsmöglichkeit in Gefahren, jedoch auch wirtsachftliche Vorteile. Die Erforschung der Besiedlung dieser Inseln steht im Mittelpunkt eines Forschungsprojektes der Uni Kiel. Im Februar und März wurden in über 100 Tauchgängen ein Teil der Inselrandzonen abgesucht und beprobt.


    Leitung Florian Huber M.A.

    März 2008
    Prospektion Schiffsperrwerk Flensburger Förde
    Beim Bau einer Leitung durch die Flensburger Innenförde wurde eine vermutlich mittelalterliche Schiffsperre angebaggert und zum Teil zerstört. In einigen Prospektionstauchgängen wurden nach Hinweisen von Flensburger Tauchern die Reste des Bauwerks in bis zu 10m Tiefe begutachtet und vermessen. Zur genaueren Datierung wurden Holzproben genommen, deren Ergebnisse aber noch ausstehen.


    Leitung Erich Halbwidl M.A.

    Mai 2008
    Prospektion Hohwachter Bucht
    Erneut wurden in der Howachter Bucht unweit der Küste steinzeitliche Torfkanten und Baumreste beprobt.

    Leitung Dr. Sönke Hartz

    Zeitungsbericht über die Untersuchung

  • Bericht in den Kieler Nachrichten, 31. Mai 2008
  • Juni 2008
    Prospektion Kalifornien
    Erneut wurde vor der heutige Küstenlinie Kaliforniens nach steinzeitlichen Siedlungsresten gesucht, da dort vermehrt Flint, Keramik und Knochen angespült wurden. Mit Saugpumpen wurden an mehreren Stellen Suchschnitte zur Lokalisierung möglicher Gebiete intensiver stinzeitlicher Nutzung gemacht (Arbeitsgebiete, Abfallgruben etc). Finanziell wurde diese Prospektion durch Drittmittel der Fielmann AG möglich gemacht.

    Leitung Dr. Sönke Hartz

    Zeitungsbericht über die Untersuchung

  • Bericht in den Kieler Nachrichten, 25.Juni 2008
  • Juni 2008
    Prospektion Eckernförder Bucht
    Ebenfalls wurden aus der gleichen Zeitstellung der Ertebölle-Ellerbek-Kultur im Flachwasserbereich des Eckernförder Strandes unweit der Torpedoversuchsanstalt bei Baggerungen in den 1930ern vermehrt Knochen- und Flintfunde gemacht. Im Flachwasserbereich lassen sich vermehrt Abschläge und Geräte aus Flintstein finden, die jedoch starke Erosionsspuren aufweisen. Im Zuge der Untersuchungen wurden an mehreren Stellen Suchschnitte zur genauen Lokalisierung gelegt und eine Anzahl Steine und Knochen zur Analyse abgeborgen.

    Leitung Dr. Sönke Hartz

    Oktober/November 2008
    Dokumentation Schiffssperre 1715
    Im Vorfelde des Baus der Ostseegaspipeline von Russland nach Lubmin wurde im Verlauf der geplanten Trassenstrecke im Greifswalder Bodden der umliegende Meeresgrund nach archäologisch interessanten Wracks und anderen Fundstellen abgesucht. Da die Gaspipeline aus technischen und ökologischen Gründen durch die Boddenrandschwelle geführt werden muss und dabei auch ein archäologisch sensibles Gebiet schneidet, ergab sich hier für die Unterwasserarchäologie die Möglichkeit tätig zu werden. Im Großen Nordischen Krieg von 1700-1721 kämpften Dänen, Russen und Preussen gegen eine starke schwedische Nation, die auch Teile Vorpommerns besetzt hielten. Die Hansestadt Stralsund befand sich ebenfalls unter schwedischer Kontrolle. Da die Schweden die Landung dänischer Truppen auf Rügen erschweren wollten, wurden 1715 etwa 20 ältere Schiffe requiriert, mit Extraballast beladen und im Flachwassergebiet "Landtief" in einer Reihe versenkt, um so den Zugang zum Bodden mit landgestützter Artillerie besser kontrollieren zu können. Im Rahmen der von der Firma Nord Stream bezahlten Aktion wurde ein kleineres Wrack von etwa 13m Länge ausgewählt und von Ballaststeinen und Sand befreit. Anschließend wurde das Schiff vermessen und fotografisch und zeichnerisch in situ dokumentiert.
    Leitung: Jens Lange

    Zeitungsberichte über die Untersuchung

  • Bericht in der Ostsee-Zeitung vom 7. November 2008
  • Bericht Nordkurier vom 8. November 2008
  • Für weitere Infos zur Unterwasserarchäolgie guckst Du: Förderverein für Ur -und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel (FUFG), bzw. Arbeitsgruppe für maritime und liminische Archäologie (AMLA).