St. Elisabeth-Krankenhaus gem. GmbH

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Operieren jetzt mit noch weniger Schnitten

veröffentlicht um 30.06.2009 02:48 von Melanie Müller von Klingspor   [ 30.06.2009 02:51 wurde aktualisiert. ]

Am St. Elisabeth-Krankenhaus entfernen die Chirurgen seit etwa vier Wochen Gallenblasen und Gallensteine mit nur noch zwei kleinen Schnitten am Bauch, statt wie bisher mit vier. „Das bedeutet für den Patienten weniger Narben und ein geringeres Risiko für Wundheilungsstörungen“, erklärt dazu Bernhard Palm, Leitender Oberarzt der Abteilung für Gefäß- und Viszeralchirurgie am St. Elisabeth-Krankenhaus.

„Gallensteine können fies sein“, erläutert der Chirurg. „Sie sind meist ein chronischer Krankheitsherd, der Anlass von Entzündungen, Gelbsucht, Koliken, Eiterungen, Bauchfellentzündungen und letztlich auch bösartigen Veränderungen sein kann.“ Leide ein Patient an Gallensteinen, werde die Gallenblase mit den darin befindlichen Steinen entfernt.

„Früher hat man die Bauchdecke geöffnet und dabei die Muskulatur und die Nervenstränge durchschnitten. Das hat natürlich nach der Operation Schmerzen verursacht und Wundheilungsstörungen hat es auch gegeben“ erzählt Palm. In den 90er Jahren habe dann aber der „bahnbrechende Fortschritt“ der minimal-invasiven Chirurgie Einzug in die Operationssäle gehalten und sich weltweit nach unglaublich kurzer Einführungszeit verbreitet.

Palm erklärt: „Der Zugang zur Gallenblase erfolgte über vier kleine Löcher, über die Lichtquelle, Kamera und spezielles, sehr feines chirurgisches Instrumentarium in die Bauchhöhle eingeführt werden können.“ Jetzt mache aber der technische Fortschritt es möglich, den Eingriff mit lediglich zwei kleinen Schnitten an der Bauchdecke durchzuführen.

„Dieses Verfahren gelingt bei über 90 Prozent der Patienten die ein normales Gallensteinleiden haben“, sagt der Oberarzt. Dennoch müsse es dem Chirurgen erlaubt sein, beim Auftreten von unvorhergesehenen Schwierigkeiten wie starken Entzündungen die Operation durch einen sogenannten Umstieg offen beenden zu dürfen. „Aber es funktioniert sehr gut. Wir haben in den vergangenen Wochen etwa zehn Operationen so gemacht und die Patienten waren sehr zufrieden“, berichtet der Arzt. Längerfristig sieht Palm allerdings die medizinische Entwicklung so voranschreiten, dass Operationen im Bauchraum, wie die Gallenblasen-Entfernung, die so genannte laparoskopische Cholecystektomie, durch natürliche Körperöffnungen ganz ohne Schnitte in der Bauchdecke durchgeführt werden können.

„Wir werden dahin kommen, dass auch wir hier in Zweibrücken in einiger Zeit bei Frauen die Gallenblase durch die Scheide entfernen können, so dass nur noch ein kaum sichtbarer kleiner Schnitt im Bereich des Nabels vorhanden ist“, berichtet Palm. „Wir denken, dass auch zukünftig unsere Patienten von all diesen Neuerungen profitieren können.“

 

Radioaktive Behandlung bei Prostatakrebs

veröffentlicht um 09.06.2009 01:44 von Melanie Müller von Klingspor

Neue Methode am St. Elisabeth-Krankenhaus – Nur drei Tage stationär und ohne Chemotherapie

„Ich fand die Diagnose nicht so schlimm, Krebs kann man bekommen, so ist das Leben, das muss man akzeptieren.“ Wendelin Berberich (60) wurde im Dezember vergangenen Jahres bei einer Vorsorgeuntersuchung mit der Diagnose „Prostatakrebs“ konfrontiert. Er fand den Befund zwar nicht so erschütternd, hat sich aber natürlich trotzdem behandeln lassen, und zwar mit der so genannten Brachytherapie.

Das ist eine minimal-invasive Methode, die der Urologe Detlev Comberg seit kurzem am St. Elisabeth-Krankenhaus anbietet. Die „Brachytherapie mit permanenter Seed-Implantation“, so lautet die volle Bezeichnung, ist eine relativ neue Methode der Strahlentherapie von innen. „Mein Urologe hat es mir so erklärt: Mit einer Nadel werden kleine Stäbchen in die Prostata eingebracht. Diese Stäbchen, also die Seeds, sind radioaktiv geladen und die Strahlen zerstören den Tumor“, beschreibt Berberich die Therapie.

„Bei der permanenten Seed-Implantation werden zwischen 25 und 80 etwa reiskorngroße, radioaktiv geladene Metallstifte in die Prostata eingebracht“, erklärt Comberg das Verfahren. „Diese Seeds geben kontinuierlich Strahlung ab, bis sie nach etwa einem Jahr nicht mehr radioaktiv geladen sind. Sie bleiben aber dauerhaft in der Prostata.“ Die Strahlung, meist Iod oder Palladium, reiche nur wenige Millimeter weit in das Gewebe und könne nicht auf die Umgebung der Patienten übertragen werden.

„Ich war drei Tage im Krankenhaus“, erzählt Berberich. „Am ersten Tag hat Dr. Comberg zusammen mit zwei Strahlentherapeuten die richtige Dosis berechnet. Am zweiten Tag war die OP unter Vollnarkose. Am dritten Tag konnte ich heim gehen.“ Die Vollnarkose sei nötig gewesen, weil der Patient bei dem Einführen der Nadel mit den Seeds ganz still liegen muss.

„Beim Wachwerden hatte ich überhaupt keine Schmerzen, es hat nicht geblutet, ich konnte gleich wieder essen. Einen Tag lang hatte ich einen Katheter, aber das war nicht schlimm.“ Berberich erinnert sich an einige leichte Probleme am Anfang: „Die Strahlung hat Irritationen im Blasen- und Darmbereich verursacht. Ich musste ziemlich oft auf die Toilette. Aber das hat nachgelassen. Mir geht es gut“, sagt Wendelin Berberich jetzt, knapp ein halbes Jahr später. „Ich bin überhaupt nicht eingeschränkt, lebe ganz normal.“

„Die Methode ist am besten geeignet für frühe Tumoren, die noch nicht gestreut haben. Der Vorteil gegenüber der offenen Operation liegt bei dem minimal-invasiven Verfahren auf der Hand: Man muss nicht schneiden und braucht anschließend keine Chemotherapie“, so Comberg.

 

Schwerpunkte setzen bei der Altersmedizin

veröffentlicht um 24.03.2009 05:14 von Melanie Müller von Klingspor

Seit Juli 2008 ist Günter Merschbächer Geschäftsführer der Krankenhäuserin Zweibrücken, Landstuhl und Pirmasens. „Das ist ein kleiner Konzern mit 70 Millionen Euro Jahresumsatz und 1300 Mitarbeitern", sagt er.

„Es gibt nicht viele gut aufgestellte Krankenhausträger in der Region, aber die Mallersdorfer gehören dazu", sagt Günter Merschbächer. Als ihn der kürzlich ausgeschiedene Geschäftsführer des St.-Elisabeth-Krankenhauses, Anton Hans, im vergangenen Jahr auf der Suche nach einem Nachfolger ansprach, hat ihm dies den Wechsel von der Caritas-Trägergesellschaft Trier (CTT) nach Zweibrücken erleichtert. Seit neun Monaten ist Merschbächer nun Geschäftsführer des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Zweibrücken, des St.-Johannis-Krankenhauses in Landstuhl und des Nardinihauses in Pirmasens.

Beim RHEINPFALZ-Redaktionsgespräch gewinnt man den Eindruck, dass sich Merschbächer in Zweibrücken schon sehr wohlfühlt. Er könne sich vorstellen, den Krankenhausverbund „bis zur Rente zu führen", lässt er keinen Zweifel daran, dass es für ihn die richtige Entscheidung war, mit 49 Jahren nochmals eine neue berufliche Herausforderung anzugehen. Der Wechsel von der „großen" Caritas-Trägergesellschaft Trier (CTT) nach Zweibrücken macht für ihn Sinn. „Kleine Krankenhäuser sind flexibler, bieten mehr Handlungsspielräume und haben ein anderes Potenzial." Mit dem Ambiente sei beispielsweise marketingmäßig zu wuchern. Merschbächer: „Wir sehen den Patienten als Mensch, und das spürt er auch. Bei uns ist das nicht wie in großen Häusern die Galle von Zimmer 17, sondern die Patientin Müller." Diese Nähe mache den Unterschied aus.

Dem Jammern der Branche will sich Merschbächer nicht anschließen. Das St.-Elisabeth-Krankenhaus mit 264 Betten sei gut aufgestellt und werde auch 2009 schwarze Zahlen schreiben. „Wir haben 2008 beim Personal leicht abgebaut und beschäftigen noch 427 Personen, davon 44 Ärzte." Damit sei im Personalbereich bei den Kosten nichts mehr zu bewegen. Jetzt gelte es, sich über Strukturveränderungen Gedanken zu machen und Synergieeffekte zwischen den Krankenhäusern auszuloten. Die Reinigung und Desinfektion medizinischer Instrumente müsse nicht an zwei Standorten erfolgen. Daher sei man derzeit dabei, die Zentralsterilisation in Landstuhl zusammenzuführen.

Auf der anderen Seite müsse man sich die Erlösstruktur anschauen. „Und da hat das St.-Elisabeth-Krankenhaus im Januar und Februar deutlich steigende Patientenzahlen gehabt. Mit 630 waren es im Januar 80 mehr als im Vorjahresmonat. Bei internistischen Erkrankungen sei das Krankenhaus häufiger aufgesucht worden. „Das Leistungsangebot muss attraktiv sein", betont Merschbächer. Und da habe das St.-Elisabeth-Krankenhaus Schwerpunkte gesetzt: bei Diabetes, Schlaganfall, Kardiologie und Gastroenterologie. Das zahle sich durch einen höheren Patientenzuspruch aus.
Merschbächer ist der Auffassung, dass die beiden Zweibrücker Krankenhäuser Überschneidungen im Angebot vermeiden sollten. „Wir sollten überlegen, ob wir Dopplungen bereinigen und dafür zusätzliche Angebote schaffen können." In der Inneren Medizin könne man beispielsweise neue Schwerpunkte setzen. Das sei ein längerfristiger Prozess, an dem auch das Land, die Krankenkassen und Landesbehörden mitwirken müssten.


Merschbächer hält es für sinnvoll, über neue Angebote in der Altersmedizin nachzudenken, etwa einen Ausbau der Abteilung Endoprothetik. Hüftgelenkersatz sei ein Bereich mit steigenden Patientenzahlen. „Wir hatten vergangenes Jahr über 200 Prothesen-Operationen", so Merschbächer. Es sei auch überlegenswert, ob in Zweibrücken eine Spezialisierung auf Tumorerkrankungen möglich ist. „Wenn der Aufbau solcher Abteilungen für die Krankenhäuser finanzierbar ist, sollten wir unser Augenmerk auf die Volkskrankheiten legen," rät der 49-jährige Krankenhaus-Manager. (ts)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Zweibrücker Rundschau
Ausgabe: Nr.69
Datum: Montag, den 23. März 2009

 

„Ich war Mamas Liebling“

veröffentlicht um 13.03.2009 06:47 von Miroslaw Nowak

Güte, Herzenswärme, Mitmenschlichkeit – das sind in unserer Gesellschaft nicht gerade die Schlüsselqualifikationen für einen, der an die Spitze eines Unternehmens gestellt wird. Und doch gibt es in den Reihen der Manager Gutmenschen. Anton Hans ist so einer: Er beweist, dass auch derjenige wirtschaftlichen Erfolg haben kann, der auf Ellenbogen-Rempler verzichtet.

 

Der Mann weiß, wie man mit Frauen umgeht. Fünf Kinder hatten seine Eltern: vier Mädchen und den kleinen Anton. „Meine Schwestern sagen, ich war Mamas Liebling“, sagt er. Im katholischen Krankenhaus in Zweibrücken, dessen Chef er 14 Jahre lang war, hatte er es ebenfalls hauptsächlich mit Frauen zu tun. Mit den vielen Krankenschwestern auf den Stationen, vor allem aber mit den Schwestern des Ordens der armen Franziskanerinnen von Mallersdorf, dem das Krankenhaus gehört.
 
„Ordensschwestern sind Menschen wie du und ich“, sagt Hans. „Ich habe da nie Probleme gehabt.“ Wenn doch solche drohten, dann erinnerte er sich eines alten Leitspruchs: „Manchmal ist es klüger, sich im Nachhinein für eigenmächtiges Handeln zu entschuldigen als vorher zu fragen und ein Nein zu riskieren.“
 
Ende Februar hat Hans dem Krankenhaus Lebwohl gesagt. Sagen müssen, denn er ist 65 Jahre alt geworden. Das Krankenhaus war sein Lebensinhalt. Er hat es sanft geführt, fast unmerklich. Und doch sehr erfolgreich: Das St. Elisabeth-Krankenhaus schreibt schwarze Zahlen. Das ist die Ausnahme in Deutschland für ein Land-Krankenhaus, das eine starke Konkurrenz vor der Tür hat: ein zweites Hospital in der Stadt und eine Uniklinik nur zehn Kilometer weit weg.
 
Sein wirtschaftliches Meisterstück machte Hans aber in Landstuhl. Der Deutsche Orden hatte das dortige Johannis-Krankenhaus heruntergewirtschaftet, die Ärzte und Schwestern nicht mehr bezahlt: Die Klinik stand vor dem Ruin. Der Orden der Mallersdorfer Schwestern übernahm das Haus – und schickte Hans als Sanierer nach Landstuhl. „Die vom Deutschen Orden waren größenwahnsinnig geworden“, sagt Hans. Er erinnert sich an seinen ersten Besuch: „In Landstuhl bin ich so begrüßt worden: ,Sind Sie der Herr Hans?‘ – ,Ja!‘ – ,Ihnen traue ich auch nicht.‘ “
 
Im Jahr 2001 übernahm Hans die Feuerwehr-Aufgabe in Landstuhl, „und ab 2002 schrieben wir dort schwarze Zahlen“, fügt er an. Und plötzlich ist da kurz ein Lächeln in seinem Gesicht. Schon wird er wieder ernst: „Aber nur durch harte Maßnahmen.“ – „Sie mussten Leute entlassen?“ – „Nein, wir haben nicht einen entlassen. Und alle ausstehenden Gehälter haben wir nachgezahlt.“ Hans hat das Krankenhaus in Landstuhl, den größten Arbeitgeber in der Sickingenstadt, gerettet. Und das nebenher, denn die Arbeit in Zweibrücken erledigte sich ja nicht von selbst.
 
Zielstrebig, lautlos und bescheiden hat Hans das Haupthaus in Zweibrücken in stürmischen Zeiten auf Kurs gehalten. Und er hat dafür gesorgt, dass St. Elisabeth seinen christlichen Charakter wahrt: „Wir behandeln unseren Nächsten, egal welcher Religion er angehört.“ Die Hälfte der Patienten kommt aus der Stadt, ein Drittel aus dem Saarland, der Rest aus den pfälzischen Orten um Zweibrücken. Die meisten sind wohl evangelischen Glaubens. „Wir wollen nicht missionieren“, betont Hans, „aber wir bieten Gottesdienste an, intensive Seelsorge. Und ganz wichtig: Bei uns stirbt keiner alleine.“
 
Und dann ist da noch eine andere Tradition des Hauses, um die der Geschäftsführer nie Aufhebens machte: Wer Hunger hat und am St. Elisabeth-Krankenhaus anklopft, der bekommt eine warme Mahlzeit, ohne einen Heller dafür zu bezahlen. „Wir versorgen Menschen, die auf der Durchreise sind“, nennt Hans das. Zwischen 13 und 30 Obdachlose und andere Bedürftige speisen täglich mittags in einem Nebenraum der Küche. „Ich versuche, wenn ich Not erkenne, nicht lange zu jammern, sondern bemühe mich, Lösungen zu finden.“ Auch so ein Leitspruch des Anton Hans, der auf dem Dorf aufwuchs, wo man lernt, nicht nur sich selbst, sondern auch anderen zu helfen. In Niederlinxweiler bei Ottweiler und in Lautzkirchen, bei den „Lumpensammlern“, wie man sie im Bliestal nannte, wuchs er in einem gut katholischen Elternhaus auf, wurde Messdiener im Kloster Blieskastel und rutschte über Ehrenämter beim Deutschen Roten Kreuz ins Hauptamt. 1971 übernahm er als Geschäftsführer das DRK Zweibrücken.
 
Erst mit 48 wechselte er den Arbeitgeber, ging zur Klinik. Der Grund? „Im Krankenhaus konnte ich meine betriebswirtschaftlichen Ideen schneller umsetzen.“ Wobei er, Mitarbeitern zufolge, meist abends und nachts „die Arbeit wegschaffte“, denn tagsüber stand immer wer mit irgendeinem Anliegen im Büro. Nein sagen fällt ihm schwer. „Aber wenn einer nur seinen Vorteil sieht und Christlichkeit falsch versteht, das ärgert mich dann schon. Dann kann ich auch konsequent sein.“ Hat er auch Leute gefeuert? „Ja, aber Gott sei Dank nur ganz wenige.“
 
Jetzt ist Hans auf einen Schlag die Verantwortung los, auch die für insgesamt 1300 Beschäftigte. Der Ruhestand scheint ihm nicht ganz geheuer zu sein, denn seine vielen Ehrenämter im Roten Kreuz, in der Pfarrgemeinde in Hassel will er behalten – und auf seine alten Tage noch Religionswissenschaften studieren. Da wird wenig Zeit bleiben für ein weiteres Projekt, das er sich fürs Altenteil aufgehoben hat: „Ich habe noch nie im Leben eine Waschmaschine bedient. Das will ich noch lernen.“

 Foto: Steinmetz
Der Krankenhaus-Chef hat dafür gesorgt, dass Hungernde satt werden: Am St. Elisabeth wird niemand abgewiesen, der um eine warme Mahlzeit bittet. .
 

RHEINPFALZ-REPORT: DIE MUTMACHER

Quelle „DIE RHEINPFALZ“ - VON GEORG ALTHERR

 

Tagescafe bei Vortrag für die Landfrauen bis auf den letzte Platz besetzt

veröffentlicht um 05.03.2009 05:12 von Melanie Müller von Klingspor   [ 05.03.2009 05:53 wurde aktualisiert. ]

Ein volles Haus bescherten dem St. Elisabeth-Krankenhaus am Montag die Landfrauen. Der Landfrauen-Kreisverband hatte eingeladen zum Vortrag in der Cafeteria und rund 65 Frauen (und vier Männer) waren der Einladung gefolgt.
 
„Ein schwieriges Thema haben Sie sich da gewünscht“, begrüßte der Chefarzt der inneren Abteilung, Dr. Horst Winter, die zahlreichen Damen. „Da musste ich mich richtig reinknien.“ Das schwierige Thema war ein Wunschvortrag zum Thema „Impfen“. Unter dem Titel „Die Revolution der Impfstoffe. Viele gute Gründe zum Impfen!“ gelang Chefarzt Winter dann aber doch ein fesselnder Vortrag. Zuletzt musste er sich sogar bremsen. So viel Information hatte er zusammen getragen, dass am Ende des rund 45-minütigen Vortrages noch vieles übrig blieb, zu dem er noch etwas zu sagen gehabt hätte. 
 
 

Bild links: Mit rund 65 Landfrauen war das Tagescafe am Montagabend bis auf den letzten Platz besetzt,

Bild rechts: Der Vortrag über die Bedeutung des Impfens von Chefarzt Dr. Horst Winter war ein Wunschvortrag des Landfrauen-Kreisverbandes. Die Zuhörerinnen freuten sich über die
                   umfassende Darstellung der notwendigen Impfungen
.

 
„Grippe-Impfung ist fast immer zu empfehlen, außer bei seltenen Kontra-Indikationen. Keuchhusten ebenfalls. Für Wanderer im Saarpfalz-Kreis außerdem die Impfung gegen die von Zecken übertragene FSME.“ Winter stellte sich in seinem Vortrag den oft vorgebrachten Einwänden gegen Impfungen und versuchte, diese zu entkräften: „Populär ist ja die Aussage, man habe sich in diesem Jahr zum ersten Mal gegen die Grippe impfen lassen, und nun habe man sie auch zum ersten Mal bekommen“, so Winter. Er hielt dem entgegen, dass es die richtige Influenza gebe, aber eben auch die normalen grippalen Infekte.
„Für geschwächte Personen, Kinder, alte Menschen und chronisch Kranke ist der Nutzen einer Impfung immer gegeben“, betonte der Chefarzt.
Auch die Bedeutung der Impfung gegen Varizellen – also Windpocken – unterstrich er: „Was beim Kind Windpocken macht, macht beim Erwachsenen die Gürtelrose. Äußerst schmerzhaft und unter Umständen mit üblen Folgen in Form von absolut quälenden Nervenschmerzen“, machte Winter die Wichtigkeit des Impfschutzes auch bei Erwachsenen deutlich.
„Man hat zwar alles irgendwie schon mal gehört – aber nicht so zusammenhängend und auf den Punkt wie heute Abend“, freute sich die Vorsitzende des Landfrauen-Kreisverbandes, Beate Schnur.
 
 
 
 
Bild links: Der Chefarzt der Chirurgie Dr. Christoph Metzner beschrieb in seinem Vortrag über Ursachen und Symptome von Krampfadern Beschwerden, 
                die viele Landfrauen gut kennen. 
Bild rechts: Anästhesie-Chefarzt Dr. Franz Bayerl und die Psychologin Andrea Böttler führten eine Gruppe Landfrauen durch die Schmerztagesklinik und 
                   erläuterten deren Konzept.
 
Auch der anschließende Vortrag von Dr. Christoph Metzner, Chefarzt der Chirurgie, über Krampfadern, deren Ursache und Behandlung traf auf großes Interesse. „Fast jeder Mensch über 50 oder 60 ist davon betroffen“, sagte Metzner und die Landfrauen nickten vielfach mit dem Kopf.
Der Chefarzt der Anästhesie und Schmerztagesklinik Dr. Franz Bayerl und die Psychologin Andrea Böttler führten rund 30 Landfrauen durch die Räume der Schmerztagesklinik und erläuterten das Konzept.
„Für uns war das ein interessanter Abend“, zog Beate Schnur ein positives Fazit des Abends, der mit Kartoffelsalat und Würstchen für die vielen Landfrauen schloss.
 
 
 
Ein besonderes Vergnügen wurden diesen beiden Besuchern zuteil:
Schwester Birgitta (li) führte diese wissbegierige Kleingruppe durch das
Krankenhaus und zeigte die wichtigsten Einrichtungen. 

 

Vom Pflegedirektor zum kaufmännischen Direktor

veröffentlicht um 04.03.2009 01:51 von Melanie Müller von Klingspor

Der neue Kaufmännische Direktor des St. Elisabeth-Krankenhauses steht fest. Zum ersten März hat der Geschäftsführer Günter Merschbächer Thomas Frank in diese Position berufen. Thomas Frank war vorher Pflegedirektor des katholischen Krankenhauses.

 

Bis zum 27. Februar hatte Anton Hans zusammen mit Merschbächer die Geschäftsführung und die kaufmännische Leitung des Krankenhauses inne. Hans ist aber zum ersten März in den Ruhestand gegangen. 
 
 
„Ich freue mich, dass nach einstimmiger Zustimmung von Beirat und Gesellschafterversammlung der Nardini-Stiftung der bisherige Pflegedirektor des St. Elisabeth-Krankenhauses Thomas Frank zum Kaufmännischen Direktor für beide Krankenhäuser der Stiftung – also auch für das Haus in Landstuhl – berufen worden ist“, so der Geschäftsführer Merschbächer. „Eine gemeinsame kaufmännische Leitung der beiden Häuser soll das Zusammenrücken der Einrichtungen unterstützen.“ Es gehe auch darum, Synergie-Effekte zu nutzen.

 

Der bisherige Personalleiter des St. Johannis-Krankenhauses Landstuhl, Gerhard Hagest, ist ab ersten März stellvertretender Kaufmännischer Direktor beider Häuser. „Mit dieser Entscheidung wollen wir die Führungskompetenz der Direktorien der Häuser stärken und ein Gleichgewicht schaffen zwischen einer starken Leitung vor Ort und einer starken Geschäftsführung, die sich besonders um strategische Aufgaben kümmern soll“, begründete Merschbächer die Entscheidung.

Thomas Frank ist 42 Jahre alt. Der gebürtige Rodalber hat am dortigen Krankenhaus eine Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht. Am Zweibrücker katholischen Krankenhaus war er erst Krankenpfleger, dann Stationsleiter, dann Pflegedienstleiter. Berufsbegleitend hat er sich zum Qualitätsmanager weiterbilden lassen und Betriebswirtschaftslehre studiert. Von 1998 an war er Pflegedirektor am St. Elisabeth-Krankenhaus. Frank ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er wohnt in Eppelborn.
 
 

 

Neuer Gastroenterologe am St. Elisabeth-Krankenhaus

veröffentlicht um 24.02.2009 03:06 von Melanie Müller von Klingspor   [ 24.02.2009 04:12 wurde aktualisiert. ]

 
„Ich habe mich schon immer wohlgefühlt hier. Ich denke, ich will hier auch bleiben.“ Jörg-Frederik Kaumann, bis Ende 2007 Assistenzarzt in der Inneren Abteilung am St. Elisabeth-Krankenhaus, ist Anfang Januar dieses Jahres gerne in die Abteilung zurückgekehrt – diesmal allerdings als Oberarzt.

Die Zeit von Ende 2007 bis Anfang 2009 hat Kaumann genutzt, um in an der Uniklinik Homburg die Fachweiterbildung in Gastroenterologie zu machen. „Die Weiterbildung ist fertig, die Prüfung steht allerdings noch aus“, erzählt er. Den Facharzt für Innere Medizin hat er schon länger. Neben dem Oberarzt Christoph Domke ist Kaumann nun der zweite Gastroenterologe am katholischen Krankenhaus.

Der 39-jährige, im Ruhrgebiet geborene Kaumann, hat nach Umwegen über Schleswig-Holstein und das Allgäu sein Abitur in Zweibrücken am Helmholtz-Gymnasium gemacht und danach in Heidelberg studiert. Seine erste Assistenzarzt-Stelle hatte er in der Inneren Abteilung der SHG-Klinik in Merzig. „Dort habe ich auch den Facharzt für Innere gemacht“, so Kaumann. „Danach habe ich kurze Zeit Duisburg gearbeitet. 2001 bin ich dann - damals noch unter Chefarzt Rainer Kampschulte - ans St. Elisabeth-Krankenhaus gekommen. Das war meine dritte Assistenzarzt-Stelle“, zählt er seine beruflichen Stationen auf.

2007 wechselte der 39-jährige Mediziner wegen der Facharzt-Ausbildung zum Gastroenterologen an die Uniklinik Homburg. „Es war aber von Anfang an vereinbart, dass ich danach zurück komme.“ Nach dem Abschluss der Facharzt-Ausbildung ist er als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Oberarztes Hüll Anfang Januar an das Elisabeth-Krankenhaus zurückgekehrt.

„Mir ist es wichtig, dass die jungen Assistenzärzte lernen, wie sie sich in brenzligen Situationen verhalten sollen“, nennt Kaumann eines seiner beruflichen Anliegen. Deshalb bleibt er auch schon mal nachts da, wenn einer der Assistenten seinen ersten Nachtdienst vor sich hat. „Ich will eben helfen, dass sie auch was lernen können, ohne sich überfordert zu fühlen.“

Kaumann selbst hat sich erst spät entschieden, Mediziner zu werden. „Ich bin nicht familiär geprägt, was den Beruf betrifft. Mein Großvater war zwar Arzt, aber mein Vater war bei der Bundeswehr und der Entschluss, Medizin zu studieren, stand nicht von vornherein fest“, erzählt er. Als berufliche Eckpunkte nennt der 39-Jährige „Verbindlichkeit gegenüber den Kollegen und eine kollegiale Zusammenarbeit. Ich stehe hinter den Assistenten und dem Pflegepersonal“.

Das Arbeiten in einem Krankenhaus kirchlicher Trägerschaft schätzt er sehr: „Ich möchte das nicht mehr missen. Den Einfluss der Schwestern hier im Haus halte ich für wichtig und wohltuend.“

Kaumann ist verheiratet und wohnt in Zweibrücken. In seiner Freizeit geht er gerne laufen und Ski fahren. „Außerdem lese ich sehr gerne.“
 
 
 

 

Vortrag übers Impfen

veröffentlicht um 17.02.2009 06:50 von Melanie Müller von Klingspor

Der Landfrauen-Kreisverband Pirmasens-Zweibrücken lädt für Montag, 2. März, 19 Uhr, zum Vortrag "Die Revolution der Impfstoffe. Viele gute Gründe zum Impfen!" ins Tagescafe des St. Elisabeth-Krankenhauses ein. Nach dem Vortrag mit Chefarzt Dr. Hosrt Winter gibt es eine Führung durch das Krankenhaus. Mit einem kleinen Imbiss wird der Vortragsabend beendet. Bis Freitag, 20. Februar, kann man sich bei Kreisgeschäftsführerin Waltraud Triem, Telefon 06337/6344 anmelden. Auch Nichtmitglieder sind willkommen.

 

Der Chef wird zum Studenten

veröffentlicht um 11.02.2009 02:17 von Melanie Müller von Klingspor   [ 11.02.2009 02:51 wurde aktualisiert. ]

Mit einer Träne im Knopfloch sagten gestern in der Festhalle Mitarbeiter und Ehrengäste Lebewohl zu Anton Hans, Geschäftsführer des Katholischen Krankenhauses in Zweibrücken.
Hans geht in den Ruhestand - und will Theologie studieren.

Vom gut gepolsterten Chefsessel wechselt Anton Hans auf die harte Sitzbank im Hörsaal. Und freut sich darauf. Der Geschäftsführer des Katholischen Krankenhauses in Zweibrücken, der am 24. Februar 64 Lenze zählt, ist nämlich seit heute offiziell im Ruhestand. Und diesen will er nutzen, um Theologie zu studieren, wie gestern bei seiner feierlichen Verabschiedung in der Festhalle deutlich wurde.

Mit viel Wehmut nahmen die Mitarbeiter sowie zahlreiche Ehrengäste von Hans Abschied. In allen Redebeiträgen wurde die Wertschätzung für den Krankenhaus-Manager deutlich. „Humor", „Menschlichkeit", „Charme" attestierten ihm die Redner ein ums andere Mal.
1993 hatte Hans die Geschäftsführung des St.-Elisabeth-Krankenhauses in der Rosenstadt übernommen. 2001 folgte die Geschäftsführung des St.-Johannis-Krankenhauses in
Landstuhl. 2003 wurde er Geschäftsführer der neu gegründeten Krankenhaus-Service-Gesellschaft und 2005 Geschäftsführer des ambulanten Rehabilitätszentrums in Landstuhl.
In dieser Zeit habe sich Hans große Reputation erworben, lobte der Superior und geschäftsführende Stiftungsvorstand der Krankenhäuser St. Elisabeth und St. Johannis, Wilhelm Gegenfurtner, bei der Eröffnung des Festaktes. „Vergelt's Gott" dankte Gegenfurtner Anton Hans und rief desseln Nachfolger, Günter Merschbächer, zu: „Gottes Segen für Ihre Auf-
gabe."

Zweibrückens Oberbürgermeister Helmut Reichling lobte den Geschäftsführer für seine besondere Art, Menschen zu führen und sein Fachwissen zu teilen. „Sie waren in vielen Gre-
mien ein wichtiger Impulsgeber", beschied er dem 63-Jährigen und brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass Hans sich künftig nicht nur in theologische Schriften vertiefen, sondern auch weiterhin seine Kompetenz der Rosenstadt zur Verfügung stelle werde.

Der Landstuhler Bürgermeister Klaus Grumer ernannte den in Hassel lebenden Saarländer Hans zum „Ehrenpfälzer" und schenkte ihm eine Urkunde, die dies hoch feierlich testiert.
Solch ein augenzwinkerndes Präsent war ganz nach dem Geschmack des Ruheständlers. Ebenso wie die Musik der „Unnerhaus"-Jazzband aus Landstuhl, die mit flotten Jazz- und
Dixie-Weisen Hans den Abschied versüßte. Der Geehrte selbst versprach in seinem Schlusswort, dass die von ihm geleiteten Einrichtungen auch weiterhin dem Erbe ihres Gründungsvaters, dem Pirmasenser Pfarrer Paul Josef Nardini, treu bleiben und die christliche Nächstenliebe hoch schreiben werden.

Sein Nachfolger Günter Merschbächer sagte, dass – auch in Zeiten der Finanzkrise - kein Grund bestehe, zu verzagen. Zwar gebe es in Zweibrücken neben dem Katholischen noch das Evangelische Krankenhaus. Und beide würden sich „in ihren Angeboten zum Teil überschneiden". Aber dennöch sehe er eine Existenzberechtigung für beide Häuser. Die Herausforderung, die er anpacken wolle, sei, diese Angebote „besser aufeinander abzustimmen". Er habe mit dem Evangelischen Krankenhaus hierüber bereits „konstruktive Gespräche" geführt.

Erschienen am 6. Februar in "Pfälzischer Merkur"

 

Kämpfer im Dickicht des Gesundheitswesens

veröffentlicht um 11.02.2009 02:13 von Melanie Müller von Klingspor   [ 11.02.2009 02:54 wurde aktualisiert. ]

Das St. Elisabeth Krankenhaus ist für den wachsenden Wettbewerb unter den Kliniken gut gerüstet. Davon ist der scheidende Geschäftsführer Anton Hans überzeugt. Um weitere Kosten einsparen zu können, regt er eine engere Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Krankenhaus an.

Beworben hat sich Anton Hans nie. Trotzdem wurde er am 1. Januar 1993 Geschäftsführer des Zweibrücker St. Elisabeth Krankenhauses. Schließlich war der in Hassel lebende Saarländer, der heute in den Ruhestand geht, in Zweibrücken kein Unbekannter. Bereits 1971 war der Kaufmann und Betriebswirt nach Zweibrücken gekommen und leitete als Geschäftsführer den Kreisverband des Roten Kreuzes (DRK).

„Zweibrücken hat den großen Vorteil, dass die Stadt überschaubar ist und man sich kennt." Dies sieht Hans nicht nur als Grund dafür, dass ihm damals ohne formelle Bewerbung der Sprung von der DRK-Spitze in den Chefsessel des St. Elisabeth Krankenhauses gelang. Auch sonst seien ihm die kurzen Wege in der Stadt schon oft von Vorteil gewesen. Zum Beispiel, als es darum ging, gemeinsam mit städtischem Betreuungsdienst, ASE, DRK und Ökumenischer Sozialstation ein Netzwerk aufzubauen, um die Weiterversorgung allein lebender Senioren - nach dem Krankenhausaufenthalt sicherzustellen - was in Zweibrücken, der Stadt mit dem zweithöchsten Seniorenanteil in Rheinland-Pfalz, ganz besonders wichtig sei. Gerade ältere Menschen schätzen nach Ansicht von Hans die Vertrautheit und menschliche Wärme, die in einer konfessionell geführten Klinik wie dem St. Elisabeth Krankenhaus geboten werde.

Aber auch an die sich ständig ändernden Bedürfnisse der anderen Patienten habe sich das Krankenhaus angepasst und sich so im immer härter werdenden Wettbewerb mit anderen Kliniken positioniert. In den 90er Jahren, als das Krankenhaus seine Entbindungsstation schließen musste, hatten Hans und seine damalige Mit-Geschäftsführerin Schwester Jakobe Schmid der Klinik eine Radikalkur verordnet und den Umwandlungsprozess vom Allgemeinkrankenhaus zu einer Schwerpunktklinik eingeleitet. „Man muss als Krankenhaus ums Überleben kämpfen", gibt der scheidende Geschäftsführer unumwunden zu - und deshalb habe es damals geheißen: Ärmel hochkrempeln und mit den Mitarbeitern ein neues Leitbild für das Krankenhaus schaffen.

Die Innere Medizin hat heute die Behandlungs-Schwerpunkte Angiologie, Kardiologie, Diabetes und Schlaganfall-Behanglung. Bei der Schlaganfall-Behandlung ist das St. Elisabeth Krankenhaus mit der so genannten „Stroke Unit" zum Behandlungszentrum in der Region geworden. In der „Stroke Unit" behandeln Radiologen, Kardiologen, Gefäßchirurgen sowie Neurochirurgen und Neurologen die Patienten gemeinsam. Auch Spezialisten der Unikliniken Homburg sind beteiligt. Im Haus werden auch Lyseverfahren (Auflösung von Blutgerinnseln) zur Behandlung des akuten Schlaganfalls durchgeführt.

2004 wurde im Krankenhaus eine Schmerztagesklinik eröffnet, und die chirurgische Abteilung erhielt einen eigenen Fachbereich für Gelenkchirurgie und Sportverletzungen.

2006 erkannte die Landesregierung zusätzlich die Schwerpunkte Bauchchirurgie und Gastroenterologie an. In diesen Leistungszentren behandeln Internisten und Chirurgen Erkrankungen von Dickdarm, Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm, Galle, Bauchspeicheldrüse und Leber.
Im gleichen Jahr erhielt die Diabetologie zum zweiten Mal das Zertifikat nach den QMKD -Kriterien (Qualitätsmanagement klinischer Diabetes).

Hans ist sich sicher, mit diesen Schwerpunkten die richtigen Weichen für die Zukunft des Krankenhauses und seiner rund 500 Mitarbeiter gestellt zu haben. „Ich habe 1993 ein gut aufgestelltes Haus übernommen. Und ich bin froh, heute ein gut aufgestelltes Haus übergeben zu können", sagte er im Merkur-Redaktionsgespräch.
Eine der größten Herausforderungen in seinen 16 Jahren als Krankenhaus- Geschäftsführer sei dabei der wachsende Kostendruck gewesen, dem alle Kliniken in Deutschland ausgesetzt seien. Die in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegenen Energiekosten habe das Krankenhaus durch den Bau eines Wärmekraftwerks in den Griff bekommen. Mit der Pharmaindustrie und anderen Lieferanten werde hart verhandelt, um günstige Einkaufspreise zu erzielen. Auch sonst überprüfe das Krankenhaus ständig alle Bereiche auf Einsparmöglichkeiten. „Das Einzige, woran wir nicht sparen, sind unsere Patienten", betont der scheidende Krankenhaus-Geschäftsführer. Um weitere Kosten einzusparen, kann sich Hans eine engere Zusammenarbeit mit anderen Kliniken vorstellen - auch mit dem Evangelischen Krankenhaus.

Mit dem Grübeln über Bilanzen und Kostenrechnungen ist es für Anton Hans aber nun vorbei. Und er scheint an dieser neuen Freiheit, die ihm der Ruhestand bietet, bereits Geschmack gefunden zu haben: „Meine Trauer, nie mehr an Budgetverhandlungen teilnehmen zu müssen, hält sich in Grenzen", scherzt er. Trotzdem wird der scheidende Geschäftsführer dem St. Elisabeth Krankenhaus erhalten bleiben - als Stiftungsrat der Nardini-Stiftung, der Trägerorganisation der Klinik. Mehr Zeit wird sich Anton Hans, der am 24. Februar 64 Jahre alt wird, auch für das Rote Kreuz nehmen können, wo er Landesschatzmeister im Saarland ist, und für den Verwaltungsrat seiner Kirchengemeinde, dem er als Vizechef vorsteht.
Außerdem möchte Hans ein Religionsstudium beginnen. Was ihn sonst noch so alles im Ruhestand erwartet, darüber will er nicht spekulieren. „Ich weiß nicht, ich war noch nie Rentner", erklärt er mit einem kleinen Augenzwinkern.

Erschienen am 5. Februar in "Pfälzischer Merkur"

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