Die Hebammen des St. Johannis-Krankenhauses haben ihr Angebot für werdende Mütter ausgeweitet: Seit Ende April bieten zehn der insgesamt 22 Hebammen eine Hebammen-Sprechstunde in einem eigenen Sprechzimmer (Erdgeschoss, in direkter Nähe zur Gynäkologischen Ambulanz) an. "Dienstags bis donnerstags bieten wir nun eine Hebammen-Sprechstunde an, um die Mütter zu betreuen und zu beraten", erklärt Hebamme Yvonne Korb. "Hauptsächlich wird es um die so genannte Krankenblatt-Anlage gehen, aber wir werden auch unsere Akupunktur-Sprechstunde und weitere Angebote hierher verlegen." Die Krankenblattanlage ist der Vorstellungstermin der Schwangeren in der Klinik, in der sie entbinden möchte. "In der 36. Schwangerschaftswoche stellen sich die Frauen bei uns vor. Wir machen dabei eine Anamnese, also eine Aufnahme der Geschichte des Schwangerschaftsverlaufs, weiterhin können die Frauen mit uns ihre Wünsche und Erwartungen an die Geburt besprechen", erklärt Frau Korb. "Vor der Einrichtung der Hebammen-Sprechstunde mussten die Frauen für ihre Krankenblattanlage im Kreissaal anrufen oder auch einfach ohne Termin vorbei kommen. Aber egal, ob mit oder ohne Termin, die Frau kam ja dann in den laufenden Betrieb, und wenn gerade eine Entbindung war oder etwas anderes, das nicht warten konnte, dann musste die Schwangere eben warten." In der Hebammen-Sprechstunde hätten jetzt beide - Hebamme und Frau - mehr Ruhe. "Wir Hebammen bieten auch Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchungen an. Das geht in unserem neuen Raum jetzt unkomplizierter, ebenso wie Stillberatung. Alles was wir aus dem laufenden Abteilungsbetrieb herausnehmen können, bedeutet für die Schwangeren und Mütter mehr Ruhe und auch mehr Zeit für die einzelne Frau", erklärt Korb. Dies sei möglich, weil Hebammen diesen Teil der Leistung, den sie außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit anbieten, selbst als freie Hebammen direkt mit den Krankenkassen abrechnen. "So können wir uns die Zeit so aufteilen, dass eben an den drei genannten Tagen immer jemand für die Sprechstunde zur Verfügung steht." An der Sprechstunde beteiligen sich die Hebammen Heike Backes, Carolin Bauer, Diana Fuchs, Heike Issner, Susanne Knuff, Yvonne Korb, Judith Lehnert, Silvia Richter, Christina Saar, Mareike Velten und Petra Wigger. Die Hebammen sind zu erreichen unter der Telefonummer 06371/84-2818. Am 28. Juni von 15 bis 18 Uhr stellen die Hebammen des St. Johannis-Krankenhauses bei einem Hebammentag ihre Angebote vor und stehen auch zu persönlichen Gesprächen zur Verfügung. |
