Das Deutsche Ärzteblatt hat in seinen letzten beiden Ausgaben jeweils berichtet, Ärzte an Kliniken kirchlicher Trägerschaft verdienten wesentlich weniger, als Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. Der Erste Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, spricht in einem Interview (Jg. 105/Heft 45/ 7. November) von einer Differenz von rund 550 Euro bei Berufsanfängern ohne Kind. Der Geschäftsführer des St. Johannis-Krankenhauses Landstuhl und des St. Elisabeth-Krankenhauses Zweibrücken, Dr. Günter Merschbächer, will das so nicht stehen lassen.
"Beim Vergleich der Gehälter der AVR-Caritas (Richtlinien für Arbeitsverträge) mit dem Tarif des Marburger Bundes können nicht nur die Werte der Vergütungstabellen herangezogen werden", so Merschbächer. "Denn im Bereich der AVR-Caritas werden im Gegensatz zum MB-Tarif pro Kind eine Kinderzulage und weiterhin das Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt." Die Weihnachtszuwendung werde zudem noch durch die durchschnittlichen so genannten variablen Vergütungsbestandteile erhöht. "Außerdem gilt im Bereich der AVR-Caritas die 38,5 Stunden-Woche und ab 1. September 2009 ist tariflich nur eine Anhebung auf die 39-Stunden-Woche vereinbart", erklärt der Geschäftsführer. Ein /eine Assistenz-Arzt /Ärztin hätte zum Berufseinstieg im Jahr 2009 rechnerisch (einschließlich tariflicher Einmalzahlung, Urlaubsgeld und Weihnachtszuwendung) bei Umrechnung auf die beim Marburger Bund geltende 40-Stunden-Woche eine monatliche Vergütung gemäß der nachstehenden Tabelle:
* [Dieser Betrag berücksichtigt die Erhöhung der Weihnachtszuwendung, die sich durch die durchschnittlichen variablen Vergütungsbestandteile ergibt; im Beispiel unter der Annahme, dass durchschnittlich monatlich Bereitschaftsdienstvergütungen in Höhe von 1.000 Euro gezahlt werden.]
"Die oben dargestellten tariflichen Unterschiede relativieren die Festlegungen in den Vergütungstabellen der AVR-Caritas und des MB-Tarifs wesentlich und machen eine konkrete Berechnung der Vergütung im Einzelfall unentbehrlich", betont Merschbächer.
"Interessenten an Stellen im ärztlichen Dienst bitten wir deshalb unbedingt mit der Personalabteilung Kontakt aufzunehmen, damit eine individuelle Beratung über die Vergütungs-möglichkeiten in unserem Haus erfolgen kann", so der Geschäftsführer.
Kontakt: Gerhard Hagest Telefon: 06371-84-2005 Personalleiter
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