Für Sonntag, 28. Juni, laden elf Hebammen des St.-Johannis-Krankenhauses zum ersten Hebammentag ein. Von 15 bis 18 Uhr stellen sie im Wintergarten des Hauses ihre Angebote vor und informieren über die seit April bestehende Hebammensprechstunde. Monica Klein hat darüber mit Judith Lehnert gesprochen, die als ausgebildete Geburtshelferin diese Info-Veranstaltung konzipiert hat.
Wieso haben Sie sich diesen Hebammentag ausgedacht? Die Idee kam unter den Hebammen der Sprechstunde im St.-Johannis-Krankenhaus auf. Wir wollten unsere Beratungs- und Betreuungsangebote für Schwangere und Mütter bei einem kleinen Fest präsentieren. Insbesondere möchten wir auf unser neu eingerichtetes Angebot, die Hebammensprechstunde, aufmerksam machen. Welche Angebote werden bei der Veranstaltung vorgestellt? Neben der Sprechstunde informieren wir über Kurse wie Rückbildungs- und Beckenbodengymnastik und über die Stillberatung. Wir geben Auskunft zu Babyschwimmen, Tragetuch und Akupunktur, die bei Schwangerschaftsbeschwerden und geburtsvorbereitend eingesetzt wird. Weitere Themen an diesem Tag sind die Babymassage und die Haptonomie, also die Lehre von der Berührung. Zwei Anbieter von außerhalb stellen Frühförderungsmöglichkeiten und musikalische Früherziehung vor. Bei Führungen zeigen wir den Kreißsaal und das Sprechzimmer, das nahe bei der gynäkologischen Ambulanz liegt. Kinder können einen Luftballon in die Höhe steigen lassen oder sich in der Malecke beschäftigen. Was bietet die seit dem vergangenen Frühjahr bestehende Hebammensprechstunde den Müttern? Durch Umbaumaßnahmen im St.-Johannis-Krankenhaus wurde ein Zimmer nahe der gynäkologischen Ambulanz frei, das wir als Sprechzimmer nutzen. In erster Linie geht es um die Anlage des Krankenblattes für werdende Mütter in der 36. Schwangerschaftswoche, also um Informationen zu dem bisherigen Schwangerschaftsverlauf. Darüber hinaus führen wir Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangeren durch und bieten eine Stillberatung an. Von Dienstag bis Donnerstag stehen wir zwischen 9.45 und 12.30 Uhr sowie zwischen 14.45 und 16.30 Uhr zur Verfügung. Am Mittwochnachmittag findet ausschließlich die Akupunktursprechstunde statt. Unter der Telefonnummer des Kreißsaales (06371 842818) kann ein Termin vereinbart werden. Wo liegen die Vorteile der Sprechstunde für die werdenden Mütter und für die Hebammen? Die vorherige Situation war für beide Seiten nicht immer zufrieden stellend. Wir haben jetzt die Zeit und die Ruhe, um auf die Fragen der Schwangeren und der Mütter einzugehen und können Wünsche beispielsweise zur Geburt in Ruhe besprechen. Für uns Hebammen bietet die Sprechstunde den Vorteil, dass wir unsere Freiberuflichkeit einbringen können, indem wir die außerhalb unserer Dienstzeiten erbrachte Leistung direkt mit der Krankenkasse abrechnen. Haben Sie bereits erste Rückmeldungen zur Sprechstunde bekommen? Wir befinden uns noch in der Anlaufphase und beraten durchschnittlich etwa vier bis fünf Frauen am Tag. Ihre bisherigen Aussagen sind durchweg positiv. Besonders gut gefällt ihnen der gemütlich eingerichtete Raum, in dem wir ganz in Ruhe Fragen beantworten und beraten können. (Erschienen in Die RHEINPFALZ, Pfälzische Volkszeitung, Mittwoch, 24. Juni 2009) |