WMCHS Students Show American Hospitality
Are
we there yet? For seven months 12 exchange students, ages 15 to 18,
from Krefeld, Germany have been meeting and discussing what to expect
once they arrived in the rolling hills of Long Valley, New Jersey. The
waiting came to an end on Sunday evening, March 25 when the weary, but
excited, travelers arrived at the West Morris Central High School, met
their host families and went off to their "home away from home" for the
next 26 days.
For
eleven of the twelve students visiting Long Valley, it is their first
visit to the United States and for most it is an experience of a
lifetime. "I am most interested in seeing New York City and in getting
to know the school life in the United States," says Fabian Brüggen, one
of the eight German young men experiencing life for a few weeks as a
local high school student. There are four girls and eight boys who are
taking part in this exchange program.
The
students from Krefeld, under the direction of Leif Busch and Saskia
Welter, are participating in the German American Partner Program (GAPP)
with students from West Morris Central High School, led by German
teacher and program coordinator, Robert Raymond – known fondly by his
students as Herr Raymond. The twelve students from West Morris Central
hosting their German partners will fly to Germany in August when they
have their turn to experience their partners’ school and family life.
"I
am curious as to what American school is like," said Steven Gottlieb.
Steven and his German peers are learning first-hand. Each student wakes
up early every weekday and travels – by bus or car – with his or her
Long Valley student partner to the high school. The German students
"shadow" their partners the entire school day and have the opportunity
to enrich their education and experience meeting other students,
teachers and participating in class room discussions when appropriate.
Not only do the students from Krefeld benefit, but the American
students who get to know them have an opportunity to exchange opinions
about class work, music, politics, culture and more.
This
August, when the West Morris students attend classes at the
Fichte-Gymnasium in Krefeld with their German partners, they’ll
experience for themselves what a German community and school are like.
(Note: the Gymnasium offers an academic curriculum for students from
grades 9 to 13 who intend to advance to a university or college.)
Fichte Gymnasium has about 700 students – compared to West Morris
Central High School’s enrollment of approximately 1350 – and is located
about 25 miles northwest of Düsseldorf, Germany in the Lower Rhine.
The
Long Valley students will be treated to a very unique experience while
in Krefeld. The Fichte-Gymnasium is fortunate enough to own a castle,
Burg Bischofstein, overlooking the beautiful, famous Mosel River in
north-western Germany. "[Fichte] students are able to stay at the
castle for five weekdays every other year," said Christian Schulz. "It
is a beautiful area where activities include hiking, nature programs
and crafts."
While
in the Long Valley area, the German students have a full schedule
planned. The students have already toured a local pharmaceutical lab,
gone sightseeing in New York City and are making arrangements with
their host families to take part in various activities such as a hike
in Schooley’s Mountain Park or Hacklebarney Park, a drive to Six Flags
Amusement Park, a tour of the Long Valley Historical Society Museum or
a trip to one of the shopping malls.
Not
surprising, most of all the visiting students are anxious to see New
York City. However, their time in America will also include an Easter
trip to Philadelphia, a visit to an Amish Village in Lancaster County,
Pennsylvania, travel down to Cape May, and excursions to Baltimore and
Washington D.C.
All
the students want to experience American culture and most, if not all,
are keen to try fast foods such as hamburgers, donuts, muffins or
bagels. "I’m interested to live for a short time with an American
family and to get to know how they live," said Robert Seewald. His
colleague, Dirk Fritsche, commented, "I want to improve my English,
meet people and see the American culture."
"West
Morris students are encouraged to curtail their time on computers, cell
phones, IPODS or MP3 players, and television in order to spend time
getting to know their partners," says Herr Raymond. These GAPP students
from Krefeld and Long Valley will have many opportunities over the next
three weeks to get to know each other and explore the similarities and
differences between the two cultures. It is an opportunity that none of
the students want to miss.
John Reed
West Morris Central H.S.: Shorts bei 5°C

Dass die Schulen
in Amerika anders sind als hier, konnte man schon beim Empfang auf dem
Schulparkplatz sehen. Der war nämlich ziemlich groß und bot außerdem
schon eine hübsche Aussicht auf die nicht zu klein geratenen
Sportanlagen – dazu aber später mehr. Was einem sofort ins Auge stach:
Die Schule hat nur ein Stockwerk! Dieses Erdgeschoss hatte es aber auch
schon in sich. Es hat einige Tage gedauert, bis wir uns alle in den
verzweigten Gängen ohne eine Karte zurechtfinden konnten: Kein Wunder,
wenn man bedenkt, dass die West Morris Central High School etwa doppelt
so viele Schüler wie das Fichte beherbergt. Um dieses große Gebäude
herum war – abgesehen von einer Straße – recht wenig. Die Amerikaner
haben eindeutig viel Platz. So zeigt sich der Unterschied in der
Ausstattung der Schulen in den USA und in Deutschland schon sehr gut an
den Sportmöglichkeiten: Die West Morris Central High School hat mehrere
Tennisplätze, Baseballfelder, ein Lacrossefeld und natürlich auch eine
große Aschenbahn. Was bei uns alleinstehend als Sportanlage gebaut
wird, ist dort das Standardequipment von Schulen. Es ist einfach alles
größer und weiter ausgedehnt, und die Entfernungen erschienen uns schon
in New Jersey groß, obwohl es der Bundesstaat mit der größten
Bevölkerungsdichte in ganz Amerika ist.
Aber die Schule
ist nicht nur von außen, sondern auch von ihrem System her ganz anders
als hier. Zuerst einmal ist alles viel lockerer: Im Unterricht kann man
Kaugummi kauen, seine Kappe aufhaben oder in einigen Fällen sogar
seinen MP3-Player benutzen. Schülerbeteiligung gibt es nur begrenzt, in
einigen Fächern (wie zum Beispiel Deutsch) ist sie relativ ausgeprägt,
wogegen der Unterricht in Geschichte eher einem Lehrervortrag gleicht.
Zudem gibt es dort überall Laptops und sie werden auch sehr stark in
den Unterricht eingebunden. Das führt oft dazu, dass die Schüler
überhaupt nicht mehr nachdenken, sondern gleich das Internet zu Rate
ziehen.
Man kann auch
ganz allgemein sagen, dass das Mündliche dort kaum so wichtig ist wie
hier, denn es werden wirklich ständig Tests oder Arbeiten geschrieben
(auch wenn die dort andere Namen haben und auch nach einem anderen
Konzept aufgebaut sind). In Geschichte wurde – zumindest in dem Kurs
von meinem Austauschpartner – etwa jede zweite Stunden ein Test
geschrieben.
Das Niveau ist
unterdessen relativ niedrig. Denn in den USA erfolgt im Gegensatz zum
deutschen Schulsystem keine strikte Unterteilung in verschiedene
Leistungsgruppen, weshalb man sich immer an etwas leistungsschwächeren
Schülern orientieren muss. Was in der Schule besprochen wurde, konnten
wir zum größten Teil schon.
Der Stundenplan
in den USA ist etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt 4, 3, 2 und 1 Days,
an denen jeweils eine bestimmte "Period"-Abfolge festgelegt ist – einem
Fach wird immer eine bestimmte Periodnummer zugewiesen, die es dann bis
zum nächsten Stundenplan behält.
Die Schule in den
USA geht aber über die Schule hier bei uns hinaus, denn es gibt viele
Gruppen mit zusätzlichen Aktivitäten – Lacrosse, Soccer etc. Und man
kann sogar seinen Führerschein an der Schule machen. Durch diese
Aktivitäten und die relativ lange Schuldauer bleibt den amerikanischen
Schülern insgesamt weniger Freizeit als uns.
Was äußerst
bemerkenswert ist, ist die amerikanische Kälteresistenz. Wenn man in
Deutschland lange Hosen und Pullover trägt, trägt man in Amerika Shorts
und T-Shirts beziehungsweise kurze Röcke, Flip-Flops und T-Shirts. Auch
bei 5°C. Nicht dass das stören würde, die amerikanischen Frauen sind
überhaupt sehr hübsch, aber man wundert sich doch etwas, wenn man
gefragt wird, ob man Shorts dabei hat, wenn es am nächsten Tag 5° wird.
Abschließend
kann man sagen, dass der Austausch auch dieses mal definitiv wieder ein
voller Erfolg war. Denn er bestand natürlich nicht nur aus Schule,
sondern auch aus Ausflügen, und mit denen waren Szenen verbunden, die
zumindest mir, aber ich glaube auch dem Rest der Gruppe immer in
Erinnerung bleiben werden.
Christian Schulz
Die Ausflüge der "Palisades-Gruppe"
Neben
dem Familienleben und dem Schulalltag, welche vor allem die
amerikanische Kultur zum Vorschein brachten, waren es vor allem die
Ausflüge zu kleineren Orten in Pennsylvania, zu riesigen Shoppingmalls,
aber am meisten zu Städten wie Washington D.C. und New York City, die
in unseren Gedächtnissen erhalten blieben.

Schon
kurz nach der Ankunft im JFK Flughafen in New York – und nach dem
langen Warten auf die Meldung, dass viele unserer Koffer irgendwo in
Virginia anstatt in New York gelandet waren – war es uns möglich, einen
kurzen Blick auf das zu werfen, was wir in vier Wochen wieder sehen
würden: Manhattan. Im Schulbus, der uns bis in die Walachei, nämlich
unseren relativ abgelegenes Schuldistrikt, geleiten sollte, war im
Prinzip nur eine Seite besetzt. Ziemlich alle von uns saßen an der
rechten Fensterseite, von welcher aus man in weiter Ferne die Skyline
New Yorks erblicken konnte.
Zwei
Stunden später sahen wir unsere Austauschpartner das erste Mal "zum
Anfassen" echt und man war zunächst aus "Wolke Amerika" auf dem Boden
der Realität bzw. einem meist kleinem Zimmer mit meist noch kleinerem
Bett angekommen. Die folgenden Wochen gestalteten sich jedoch nach und
nach zu jenen, von denen man noch in 40 oder 50 Jahren seinen Kindern
erzählt. Da die Zeit in den Familien und die Zeit, die wir in der
Schule verbrachten, mit denen der anderen Gruppen zu vergleichen ist
(siehe Berichte der anderen Gruppen), setzt mein Bericht erst wieder
bei unserem Ausflug zum kleinen Örtchen New Hope an der Grenze zu New
Jersey und direkt am Delaware ein.
Die
Treffen mit den Lehrern (Herr Verhoeven und Frau Behler alias Papa
Kasihasi und Behler B.) und die Gespräche mit unseren
Austauschpartnern, hinterließen bei uns den Eindruck, New Hope sei ein
kleines (verschlafenes) Dorf, dessen Bevölkerung ausschließlich aus
homosexuellen Künstlern besteht. Tatsächlich müssen diese wohl allesamt
an neuen Kunstwerken gearbeitet haben, da sich uns der Anblick von
vielleicht sechs Straßen bot, von denen eine die Hauptstraße über den
Delaware war und auf denen ehrlich gesagt niemand außer ein paar
Touristen wie wir zu sehen war. Ein kleiner Laden mit allerlei
Krimskrams und Scherzartikeln, erwies sich kurz nach der Ankunft als
große Attraktion. Dort verbrachten wir bestimmt die Hälfte der uns
zugesprochenen Zeit. Zu erwähnen ist außerdem, dass zu dieser Zeit das
Wetter noch relativ gut war. So blieb uns auch ein wenig Zeit, uns auf
einer der drei Bänke des Ortes zu sonnen.
Weitaus
interessanter war unser Ausflug nach Doylestown. Nach einem kurzen
Besuch im Starbucks Café der Hauptstadt des Bucks County führten uns
unsere Erziehungsberechtigten in das Gerichtshaus. Dort wurde uns die
Ehre zu Teil, eine private Führung eines Rechtsanwaltes zu erhalten. Im
Court Room saßen wir schließlich auf der Jury-Bank und durften uns
seinen Vortrag über das amerikanische Judikativsystem anhören. Dieser
führte zu einer kleinen, aber durchaus ernsthaften Auseinandersetzung
über die Todesstrafe. Anschließend entflammten noch in unserer Gruppe
Diskussionen über die Rechtfertigung dieser. Den Anwalt konnten wir
jedenfalls nicht davon überzeugen, gegen die Todesstrafe zu kämpfen.
Die
erste Fahrt, die wir mit unseren Partnern zusammen unternahmen, führte
nach Philadelphia, die Stadt, in der Tom Hanks als AIDS-Kranker für
seine Rechte kämpfte und Rocky für seine Boxkämpfe die Treppen hoch und
runter lief. Zuvor waren wir schon "unter Deutschen" nach "Philly"
gefahren und haben uns die legendäre Southstreet, eine meilenlange
Einkaufsstraße, angesehen. Dort kauften wir auch Geburtstagsgeschenke
für Paul. Diese stammten jedoch aus dem berüchtigten "Condom Kingdom",
wobei der Name hier schon genug über die Art der Geschenke aussagen
sollte. Zudem konnten wir hier auch zum ersten Mal die Schuhwünsche
unserer in Deutschland verbliebenen Verwandten und Freunden befriedigen.
Mit
der kompletten 30-köpfigen GAPP-Gruppe besichtigten wir nun die
Downtown Area Philadelphias mit einigen Hochhäusern, die aber nicht im
Geringsten an die Wolkenkratzer New Yorks herankommen sollten. Wir
besichtigten zunächst ein Museum über die Liberty Bell, sahen uns
anschließend die Independence Hall an und landeten zu guter letzt doch
noch im Hard Rock Café. Unterwegs durfte ein waschechtes "Philly Cheese
Steak" natürlich nicht fehlen.
Die meisten von uns besuchten Philadelphia im Laufe ihres Amerikaaufenthaltes allerdings nicht nur diese beiden Male.
Kurz
vor Philadelphia liegt die riesige Shoppingmall "King of Prussia" (zu
Deutsch: König von Preußen; allerdings konnten wir eine Bedeutung
dieser Namensgebung selbst nach langem Überlegen nicht finden).
Eigentlich
kann das Wort "riesig" die Größe dieses Gebäudes nicht beschreiben.
"Gigantisch" wäre vielleicht ein wenig angebrachter. Jedenfalls hätten
sich dort, wäre unsere Kaufkraft ein wenig höher gewesen, alle unsere
Wünsche erfüllen können. So konnten lediglich Schuhwünsche erfüllt oder
Ketten für die Freundin gekauft werden. Wir entdeckten – leider erst
ziemlich spät – die Existenz von so genannten Massagestühlen, wobei
"Durchknetestühle" oder "Zerquetscherstühle" besser passen würden. Auf
jeden Fall konnten wir uns in diesen Stühlen für je fünf Minuten von
den Strapazen des elend langen Wanderns durch die tausend Gänge des
Preußenreichs erholen. Am Ausgang angekommen, überreichten wir unseren
sichtbar erfreuten Lehrern zwei menschengroße Blumen als Dank dafür,
dass wir später in den Hotels in Baltimore und New York den Tag erst um
drei oder vier Uhr enden lassen dürften.
Nun
war die Zeit gekommen, auf die wir uns alle schon lange gefreut hatten.
In der dritten Woche ging es für vier Tage in ein Hotel nach Baltimore.
Wie so oft fuhren wir dorthin mit unseren Vans. Die langen Fahrten mit
Herrn Verhoeven und Frau Behler auf dem Fahrersitz werden uns wohl auch
noch lange im Gedächtnis bleiben. Nachdem so ziemlich jeder
Musikgeschmack mindestens einmal durchgehört wurde und von mindestens
der Hälfte der Insassen abgelehnt wurde, gelangen wir letztendlich
immer zu "Papas" Lieblingsmusik: dem Reggae.
Lustig
waren auch Aktionen wie "Shake the Van", bei dem der Wagen zum Wackeln
gebracht wurde oder das Headbanging zu American Idiot von Green Day
(hierzu ist unser GAPP-Video dringlichst zu empfehlen).
In
Baltimore angekommen, waren wir zunächst erstaunt von der guten
Qualität des Hotels: große Badezimmer, komfortable Duschen, riesige
Betten und natürlich auch der Fernseher.
Tagsüber
fanden jetzt also Fahrten wie z. B. nach Baltimore statt, wo wir das
Aquarium mit einer Delphin-Show und (na klar) auch das Hard Rock Café
besuchten.
Am
dritten Tag zog es die Palisades Gruppe in die Hauptstadt Washington
D.C., was unter anderem zu den Höhepunkten unseres Austausches zählte.
Wir erwarteten zunächst schlechtes Wetter. Als wir aber zuerst am Grab
John F. Kennedys und danach am Lincoln Memorial angelangten, erblickten
wir schon erste Sonnenstrahlen. Beeindruckend war der Anblick der
scheinbar endlosen Meile zwischen Lincolns Denkmal und Kongress. Mit
dem Washington Monument im Hintergrund wurden viele Fotos von dem Punkt
aus, wo Forrest Gump und Martin Luther King ihre Reden hielten,
geschossen. Ebenso war es am Weißen Haus, von wo aus der mächtigste
Mann der Welt seine Entscheidungen fällt. Teils quatschend und teils
beeindruckt schweigend und auf jeden Fall mit einem Kribbeln im Bauch,
betrachteten und bewunderten wir die bedeutenden Gebäude. Nach vielem
Fotografieren vor dem Kongress gingen wir schließlich noch bei
strahlendem Sonnenschein den Weg zurück zu den Vans und besuchten
vorher noch das Luft- und Raumfahrtmuseum. Auf der ca. 2 km langen
Brücke über dem Potomac begann es allerdings zu regnen. Und aus
erfrischendem Nieselregen, der uns vom Wind in die Gesichter geblasen
wurde, wurde der heftigste Niederschlag, den wir in unseren noch kurzen
Leben erlebt hatten. Jedenfalls kamen wir 20 Minuten später vollkommen
durchnässt an den Vans an und traten die Fahrt zurück ins Hotel nur
noch mit Boxershorts bekleidet an.
Am
Abend spielten wir noch, ganz zum Ärgernis der Mitbewohner des Hotels,
Fangen auf den Fluren, bestellten uns Pizza oder "Chinese Food" und
schliefen dennoch recht früh ein.
Bevor
es nun wieder zurück zu den Familien ging, fuhren wir noch ins
Lancaster County, dem Gebiet der Amish People, die bekanntermaßen ohne
neuste technische Errungenschaften (dazu zählt auch Strom) leben. In
mehreren Läden der Amish, wurden lustige Fotos mit Hüten und Brillen
gemacht und auf der Straße verlangsamte eine Kutsche den Verkehr. Am
Abend waren wir schließlich wieder in Kintnersville bei unseren
Familien angekommen.
Ehe
wir die Reise nach New York antraten fand die Verabschiedung von
unseren Austauschpartnern und Familien statt. Diese fiel ziemlich lang
aus und viele Tränen wurden vergossen. Nach ungefähr zehn
Abschiedsfotos und unzähligen Umarmungen sahen wir bald nur noch die
winkenden Amis in der Ferne und nach kurzer, trauriger Stille begann
die Vorfreude auf New York stetig zu steigen. Bald waren wir mitten in
Manhattan angekommen und bestaunten die wirklich unglaubliche
Atmosphäre und die riesigen Wolkenkratzer. Das Hotel lag nur wenige
Meter vom Times Square entfernt, sah von außen edel und teuer aus, kam
jedoch unserer Meinung nach nicht an die Qualität des Baltimore Hotels
heran. Umso besser waren die Verbindungstüren zwischen unseren Zimmern,
sodass wir sogar ohne über den Flur zu laufen zu den anderen gelangen
konnten und zum Beispiel zusammen Filme ansehen, die wir uns via Pay-TV
kaufen konnten.
Die
Tage über liefen wir größten Teils durch die Stadt und besichtigten die
wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Darunter stachen vor allem die
Bootfahrt an der Freiheitsstatue vorbei zu Ellis Island (Ankunftsort
der Einwanderer nach Amerika) und der kurze Ausflug zum Central Park
hervor.
Bewegend
und zugleich erschütternd war auch die Besichtigung des Ground Zero, an
dem ursprünglich die Twintowers standen. Dort fanden wir einfach nur
ein riesiges Loch in der Ansammlung von unglaublich vielen
Wolkenkratzern vor und konnten uns nur zu gut die riesigen Gebäude
vorstellen, die am besagten 9/11 zerstört wurden.
"Life
itself" jedoch spürten wir am meisten am Times Square, dem Zentrum New
Yorks. Die großen Bildschirme, die vielen Lichter und die enorme Anzahl
an gelben Taxis ließen uns das Leben pulsieren fühlen. An diesem Ort
schwebten wir wie nach unserer Ankunft auf "Wolke
Amerika" und begriffen mit und mit, wo genau wir uns befanden. Hier
fanden wir auch das größte Hard Rock Café vor und kauften eifrig
T-Shirts und andere Andenken. Auf der anderen Seite der Theaterstraße
Broadway, begutachteten wir die riesige CD-Sammlung von Virgin.
Am
letzten Abend gingen wir noch zu Fuß zum Empire State Building. Nach
Durchlaufen der Sicherheitskontrollen und dem Fahren mit den mehreren
Fahrzügen gelangen wir gegen 23 Uhr Ortszeit zum höchsten Punkt New
Yorks und einst auch der Welt. Dort bot sich uns ein unglaublicher
Anblick von Manhattan und den anderen New Yorker Stadtteilen. Für viele
von uns war dies der absolute Höhepunkt des Austausches. Von der
Schönheit und vor allem der Höhe beeindruckt konnten wir unten
angekommen die ebenso beeindruckten Frau Behler und Herr Verhoeven noch
von der Rückfahrt mit einer Limousine überzeugen. In dieser Nacht
blieben wir noch lange wach und am nächsten Tag traten wir auch schon
den Rückflug gen "Old Germany" an.
24
Stunden nachdem wir noch Empire State Building gesehen hatten, befanden
wir uns schon wieder in den Autos unserer "richtigen" Familien und
dachten – meist mit geschlossenen Augen – über all das nach, was wir in
den letzten vier Wochen erlebt hatten.
Sebastian Ludwig
|