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Exkursionen


„Achtung – und bitte!“ – Besuch bei Barbara Salesch


Exkursion 12lit

Am 24. März 2009 ging es für den Literaturkurs der Stufe 12 von Frau Braunschweig zu den Fernsehstudios der Produktionsfirma filmpool nach Köln-Hürth.

Dort sollte der Kurs als Publikum bei der Aufzeichnung von drei Folgen der Sat1-Gerichtssendung „Richterin Barbara Salesch“ fungieren.

Schon kurz nach der Ankunft und einer Runde Kuchen begann die Aufnahme der ersten Sendung. So nahmen alle im hinteren Bereich des Fernseh-Gerichtssaals Platz und beobachteten die Darsteller bei ihrer Arbeit. Neben den Laiendarstellern, die als Angeklagte und Zeugen eingesetzt werden, sind die Richterin, Barbara Salesch, sowie der Staatsanwalt Bernd Römer und die Verteidigerin Ulrike Tasic absolut „echt“. Sowohl Ulrike Tasic, als auch Bernd Römer arbeiten voll in ihrem Beruf als Rechtsanwälte und sind nur für die Aufzeichnungen der Sendung im Fernsehstudio, während Barbara Salesch durch ihre Tätigkeit als Fernsehrichterin natürlich nicht mehr als Richterin arbeiten kann

Einige Abschnitte mussten aufgrund von Versprechern wiederholt werden. Dann wurde der Saal von der Regisseurin über den Fehler informiert und die Darsteller bekamen mit dem Hinweis „Achtung – und bitte!“ die Freigabe für einen neuen Versuch. Trotzdem nahm die Aufnahme der bei der Ausstrahlung schließlich dreiviertelstündigen Sendung nur etwa eine Stunde Zeit in Anspruch. Nach den jeweils einstündigen Pausen zwischen den Aufzeichnungen wurden anschließend noch zwei weitere Fälle aufgenommen, die sich in ihrer inhaltlichen Brisanz scheinbar steigerten. Denn nachdem es sich bei der ersten Sendung noch um eine Anklage wegen Körperverletzung handelte, wurde in der letzten Folge ein versuchter Mord verhandelt. Auch wenn die Fälle teilweise recht merkwürdige Wendungen und seltsame Charaktere beinhalteten, war es interessant, ein wenig vom Studioalltag mitzubekommen.

Für den Literaturkurs war der Schülerdreh am Ende des langen Aufzeichnungstages aber das Highlight. Schon im Voraus war eine Besetzungsliste angefertigt worden – auch die Plätze hinter den sechs 150.000 Euro teuren Studiokameras, sowie in Ton und Regie sollten von Schülern besetzt werden. Alle hatten ihren Spaß dabei, einmal selbst in eine Rolle im Fernsehstudio schlüpfen zu dürfen – auch wenn die Zeit für den Schülerdreh mit einer halben Stunde sehr knapp bemessen war. Doch das bereits ausgearbeitete Konzept des Literaturkurses konnte letztlich gut umgesetzt werden, obwohl kaum Spielraum für Wiederholungen einzelner Ausschnitte vorhanden war.

Am frühen Abend – nach einem insgesamt achtstündigem Aufenthalt vor Ort - ging es dann mit dem Bus wieder zurück nach Krefeld und schon in der ersten Literaturstunde nach dem Besuch bei Barbara Salesch war klar, dass man gerne noch einmal an einer Fernsehaufzeichnung teilnehmen würde. Das Ergebnis des Schülerdrehs, der auf Videokassette mitgenommen wurde, konnte begutachtet werden; die Ausstrahlungstermine für die aufgezeichneten Folgen von „Richterin Barbara Salesch“ stehen allerdings noch nicht fest.

Es war ein gelungener Ausflug, der sich gelohnt hat. Denn sonst hat man schließlich kaum die Möglichkeit, Einblicke in die Welt der Fernsehproduktion zu bekommen.

Fabian Brüggen




Die Nuit Blanche vergisst man nie!

Kultur in Paris erleben und präsentieren

 

17 Schüler(innen) des Französischkurses der Jahrgangsstufe 11 hatten sich vor den Sommerferien entschlossen, sich für das einzigartige Kulturprojekt "Allons-y" in Paris zu bewerben,  denn 2008 ist das Nordrhein-Westfalen-Frankreich-Jahr; einzige Voraussetzung: einen eigenen kulturellen Beitrag auf Französisch zu entwerfen und ihn in Paris vorzustellen.

Schnell  war die Idee geboren, einen Film über die "ville inconnue" (Krefeld) für Franzosen zu drehen. Dann war die Sensation perfekt: Die Bewerbung wurde angenommen! Keine Mühe war zu groß, kein Weg zu weit, um weitgehend in Eigenregie ohne Lehrer alles zu bewerkstelligen. Mit guter Stimmung brach die Gruppe unter Leitung von Herrn Dr. Kutz und Frau Grest in den frühen Morgenstunden des 1. Septembers 2008 gen Paris auf und wurde herzlich in den Gastfamilien aufgenommen. Der große Erfolg bei der Präsentation am nächsten Morgen inspirierte alle, diesen Film im Rahmen einer "Soirée française" der gesamten Schulgemeinde vorzustellen. Der Termin wird rechtzeitig auf der Homepage bekannt gegeben. Alle sind schon jetzt herzlich eingeladen!

Zusammen mit den französischen Gastgebern, die in ihre Theaterinszenierung perfekt einige Deutsche integriert hatten, kam es am Nachmittag im Jardin du Luxembourg bei der Hauptveranstaltung zu einer Vorführung, bei der auch der Ministerpräsident, Jürgen Rüttgers, und die Schulministerin, Barbara Sommer, nicht fehlen durften. Doch das war noch nicht genug: Abends rockte die Berliner Gruppe "Mia" im "Zénith" mit fast 4000 französischen und deutschen Jugendlichen, nachdem sie der Ministerpräsident mit markigen Worten eingestimmt hatte! Kann es ein besseres Zeichen der zementierten deutsch-französischen Freundschaft geben als diese gemeinsam feiernden Jugendlichen zu sehen, deren Großväter noch in Schützengräben lagen und einander töteten?

Doch der Höhepunkt war immer noch nicht erreicht: Die folgende Kunst- und Kulturnacht "Nuit blanche" (seit sieben Jahren immer am ersten Oktoberwochenende) bot in einzigartiger Weise ein Parisbild, das unvergessen bleiben wird mit vielfältigen Darbietungen. In gleißendem blauen Licht (wegen der EU-Ratspräsidentschaft Frankreichs) bot sich die alte Dame  noch verlockender denn je, zur vollen Stunde ergoss sich von ihrer Spitze ein Meer europäischer Sterne! Nichts passte besser zu dieser Impression als die unbeschreibliche Atmosphäre, die sich durch den ganzen Tag bei allen eingestellt hatte und wirklich alles andere in den Schatten stellte.

60 Busse fuhren um zwei Uhr morgens wieder nach Nordrhein-Westfalen zurück mit fast 2000 total übermüdeten, aber glücklichen Jugendlichen und ihren Lehrern, die diese großartige Ereignis mitgestalten und -erleben durften, denn diese "Nuit blanche" vergisst man nie!

Allons-y encore une fois? Fotos der Nuit Blanche

Dr. Wolfgang Kutz



Verknotete Mathematik

 

Am Donnerstag, dem 11.09.08 unternahm der neue Mathematik – Leistungskurs am Fichte eine Exkursion zum Schülertag an der Universität in Bochum. Nachdem sich die von unserem Lehrer Herrn Casper geleitete Reisegruppe um Viertel vor acht am Krefelder Hauptbahnhof eingefunden hatte, begann eine Reise mitten ins Ruhrgebiet, die schließlich an der U-Bahn-Haltestelle "Ruhr-Universität" ein Ende hatte.

Zunächst erwarteten uns unsere beiden "Lehrer", die sich vorstellten, uns mit  Getränken für den Tag ausrüsteten und mitteilten, unseren Workshop am Nachmittag zum Thema "Die Darstellung von Knoten als Polynome" zu leiten.

Als wir uns dann zusammen mit den anderen geladenen Schülergruppen, die sich alle etwa in unserem Alter befanden, in einem Hörsaal eingefunden hatten, schien sich der Höhepunkt des Tages recht schnell anzubahnen: Begrüßungsworte von unserer Schul- und Kultusministerin Barbara Sommer, in denen sie insbesondere die Wichtigkeit jedes Einzelnen, Lehrer sowie Schüler zum Besten gab.

Es folgten einige Vorträge von Mathematikprofessoren, die sich unter anderem mit der Herkunft der heutigen Sprechweise von Zahlen (z.B.  sechsundzwanzig à Einer vor Zehner) und deren Auswirkung auf den Alltag beschäftigten. Darüber hinaus wurde auch unser späterer Workshop durch einen halbstündigen Vortrag zu genau diesem Thema, nämlich die Darstellung von Knoten als Polynome. Uns war allen recht schnell klar, dass dies ein anstrengender Nachmittag werden würde.

Um sich vom Schock zu erholen, wurde den teilnehmenden Schülern ein Essen in der Universitätskantine spendiert, das im Gesamtpaket wirklich mehr als ordentlich war.

Nach einer entspannenden Mittagspause, in der die Gesprächsthemen an den Tischen sich weniger um Knoten und Polynomen, Zahlen und sonstige mathematische Begriffe drehten, begann der tatsächliche Ernst des Tages: Unser Workshop, geleitet von den oben genannten beiden Personen, die – wie sich herausstellte - Mathematikstudentin und Mathematikdoktorand waren.

Uns wurden drei verschiedene Verfahren gezeigt, die es tatsächlich möglich machen, Knoten wie der Schnürsenkelschleife, als Polynome darzustellen. Während die eigenen Versuche, zumindest bei mir, oft an der Komplexität der Arbeitsschritte scheiterte, bewiesen unsere beiden Lehrer große Geduld und gingen gerne auf Probleme Einzelner ein.

Um 16:30 ging für uns ein aufschlussreicher Tag in Sachen Knoten und Polynomen, aber, und das ist vielleicht noch wichtiger, in Sachen Mathematikstudium zu Ende. (sg)




Assessment–Center–Training

Am Mittwoch, den 18.06.2008, unternahm der Deutsch–GK der Stufe 11 von Frau Maur einen Ausflug in die nahe gelegene Zentrale der AOK auf der Friedrichstraße.

Dort folgte dann um 9:00 Uhr ein etwas mehr als dreistündiges Seminar, das den Schülerinnen und Schülern die Anforderungen und Tücken eines Assessment-Centers nahe bringen sollte. Eine Mitarbeiterin führte einige Tests durch, die auch in Assessment–Centern verwendet werden, in denen Firmen potentielle Mitarbeiter auf ihre so genannten "Softskills" hin prüfen, zu denen unter anderem auch Eigenschaften wie Teamfähigkeit oder Artikulation, sowie Präsentation der eigenen Person gehören

Zunächst wurde zu zweit gearbeitet, danach wurde eine Gruppenarbeit durchgeführt, die unter Zeitdruck in erster Linie die Teamfähigkeit des Einzelnen aufzeigen sollte. Das Präsentieren der eigenen Person und ein fiktionales Bewerbungsgespräch mit einem Schüler bildeten den Abschluss des gelungenen Vormittags.

Das Assessment-Center überzeugte durch Methoden, die in der Schule in nur geringem Maße zu finden sind. Dadurch hat jeder Schüler, der bereits einmal an einem Tag in einem Assessment–Center teilgenommen hat, einen immensen Vorteil gegenüber den Schülern, die ein solches Privileg noch nicht wahrgenommen haben bzw. wahrnehmen konnten.

Ein Besuch solch einer Institution ist sinnvoll, da es wahrscheinlich kaum einen Schüler mehr geben wird, der in seiner Berufslaufbahn nicht mindestens einmal auf einen Einstellungstest wie diesen treffen wird. (sg)



Vier Klimazonen an einem Tag


Exkursion Burgers' Zoo


Der Grund- und der Leistungskurs Geographie der Stufe 12 nahm unter der Leitung von Frau Grest und Herrn Schüller am 10.4.2008 an einer Exkursion in den Burgers' Zoo teil, der nördlich von Arnheim in den Niederlanden gelegen ist.

Nach einer zweistündigen Fahrt kam die Gruppe gegen 10 Uhr am Ziel an, und man konnte mit den vorbereiteten Vorträgen beginnen. Im Vordergrund der Betrachtungen standen unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen. Die Ökosysteme der Mangroven, der Wüsten, des tropischen Regenwaldes, und auch die der Ozeane sind in diesem Zoo vorbildlich in Großhallen in Szene gesetzt worden, wobei zu erwähnen ist, dass die Tropenhalle die größte ihrer Art in Europa ist.

Der Besuch des Bereichs "Safari" bildete den Abschluss des sechsstündigen Aufenthalts in dem Zoogelände. Aufgrund der großen Wanderleistungen der Gruppe in dem recht großen Gelände wirkten alle Teilnehmer am Ende der Exkursion zwar etwas müde, aber insgesamt zufrieden über den gelungenen Tagesausflug, der im allgemeinen auch von gutem Wetter begleitet wurde.





Tornados, Starfighter und Weinberge

Der diesjährige Burgaufenthalt der (halben) Stufe 11 vom 21.-25.01.08 hatte auch die Funktion der Erprobung von Aspekten eines neuen Organisationsmodells für die kommenden Jahre.

Oberleutnant Heße, der Jugendoffizier des WBK in Düsseldorf, traf am Montagabend auf der Burg ein und stimmte mit einem ersten Vortrag über internationale Sicherheitspolitik und die Rolle der Bundeswehr in diesem Kontext die Gruppe ein auf den Truppenbesuch beim Jagdbombergeschwader 33 in Büchel. Dort hatten wir nach einer Einweisung in die Struktur und Aufgaben des Verbandes nicht nur Gelegenheit, den wirklich ohrenbetäubenden Start einiger Tornados direkt an der Startbahn mitzuerleben, sondern wurden auch in der Werft "hautnah" über die Maschine informiert und lernten in der Lehrwerkstatt etwas über die Rolle der Bundeswehr als Arbeitgeber, insbesondere in strukturschwachen Regionen. Dort konnten wir auch im Cockpit eines ausrangierten Starfighters einen Eindruck vom Platzangebot in einem Kampfflugzeug gewinnen. Wir erfuhren aber z.B. auch, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden (zivilen) Feuerwehrleute darüber entscheidet, wie viele Starts und Landungen auf einem solchen Fliegerhorst stattfinden. Ein weiterer Vortrag von OLt Heße rundete am Abend das Thema Sicherheitspolitik ab.

Zweiter Schwerpunkt war am Donnerstag eine von Herrn Gietzen geführte Weinbergswanderung, während der wir kompetent und interessant informiert wurden über die Zusammenhänge zwischen Geographie, Klima, Fauna und Flora, und Wirtschaft.

Insgesamt ein gelungener Aufenthalt, der aufgrund des guten Benehmens der Gruppe auch von Frau Castor als solcher empfunden wurde. Link: Bilder der Burgfahrt

W. Hüskes