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Aktuelles


Wer war eigentlich … Haydn?

Am Donnerstag, den 4. Juni 2009, fand die mit großer Vorfreude erwartete Vorstellung des Projektes des 12er Literatur-Grundkurses statt, der von Frau Braunschweig geleitet wurde. Da sowohl Inhalt als auch Form der Darstellung bis zuletzt so gut wie möglich geheim gehalten wurden, wussten die Zuschauer kaum, was sich hinter „Wer war eigentlich…?“ verbarg.

Kurz nach Beginn der Aufführung, die sich aus schauspielerisch, musikalisch und filmisch dargestellten Szenen zusammensetze, wurde jedoch klar, um wen es hier ging. „Haydn… Wer war eigentlich Haydn?“, fragte da der Moderator. Dieses Jahr feiert die Kulturwelt den 200. Todestag des berühmten österreichischen Komponisten der Wiener Klassik.

Die Vorstellung, von Humor und Witz geprägt, wurde der Bekanntheit Haydns voll gerecht. So wurden der sonst als so bieder und gefühllos dargestellten Person Haydn hier auch alltägliche und menschliche Züge verliehen. Sowohl Ehestreit wegen zahlreicher Affären als auch Stress mit dem Manager oder ein Telefonat mit dem beinahe gehörlosen Beethoven sorgten für viel Gelächter im Publikum und vermittelten ganz andere Seiten des Komponisten.

Der lang anhaltende Applaus des Publikums zeugte schließlich von einer sehr gelungenen Vorführung, bei der viele schauspielerische Höchstleistungen erbracht wurden. Auch musikalisch wurden die Zuschauer mit viel Kreativität begeistert.

Sebastian Ludwig




Schinken, Feigen, Tortillas und zwei Glückspilze

Am Dienstag, dem 5. Mai 2009, machten sich 35 Spanisch-Schüler der Stufen 9 und 12 per Bus und in Begleitung von Herrn Sánchez und Herrn Hüskes auf den Weg zum Romanistischen Seminar der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Dorthin hatte uns die Fichte-Ehemalige und Romanistik-Studentin Johanna Bronek (Abi 2003) am 3.4. im Auftrag der Regierung der Comunidad Autónoma (entspricht einem Bundesland) von Castilla y León zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Castilla y León liegt im Landesinnern und bekommt vom Massentourismus nichts ab, obwohl die Region einiges zu bieten hat. Nicht zuletzt ist man dort stolz darauf, das reinste Spanisch zu sprechen, was die Fichte-Schüler mit knapp ein- bzw. zweijährigen Kenntnissen am eigenen Leib erfuhren: Sie verstanden nämlich den größten Teil dessen, was der Regierungsvertreter den im prall gefüllten Hörsaal Anwesenden erzählte, auch wenn es mit fortschreitender Zeit schwieriger wurde.

Die im Vortrag erwähnten und angepriesenen kulinarischen Spezialitäten von Castilla y León konnten auch verkostet werden, so dass im Anschluss an den Vortrag die gesamte Gruppe an Ständen mit Schinken, Chorizo, Feigen, Tortillas, Käse und anderen Köstlichkeiten zu finden war. Nach dem Vortrag und mehrmaligen Probieren waren sich schließlich fast alle einig: Die Region Kastilien-León muss interessant sein.

Wir bekamen aber nicht nur Gaumenfreuden und Information über Kastilien geboten. Abgesehen vom Schnuppern der ersten Universitätsluft (zumindest für die Stufe 9) und unserer ersten Kontaktaufnahme mit dem Romanistischen Seminar – wo sich am Ende der Woche unsere besten Schüler dem DELE-Examen stellen werden - konnte man sich auch über Sprachkurse informieren, die von acht renommierten und vom Instituto Cervantes zertifizierten Sprachschulen in Salamanca und Avila durchgeführt werden. Trotz mehrfacher Aufforderung hatten sich nicht alle Fichte-Schüler - wie es zur Teilnahme erforderlich gewesen wäre - eingetragen für den „Höhepunkt“ der Veranstaltung: Die Verlosung von acht zweiwöchigen Sprachkursen in Kastilien.

Im nunmehr nur noch halbgefüllten Hörsaal wurden die Sieger gezogen. Da viele  Schüler anderer Schulen schon gegangen waren, konnten sie, obwohl ihre Namen gezogen wurden, kein Stipendium bekommen, was unsere Chancen erhöhte. Herr Sánchez war vor Aufregung kaum auf seinem Sitz zu halten und seine Ausrufe wie „Venga, venga!“ oder „Otra vez!“ prägten die gespannte Atmosphäre. Und tatsächlich: Deniz Esen und Luan Ngo (beide Stufe 12) wurden gezogen und dürfen nun im Sommer für zwei Wochen in die Studentenstadt Salamanca reisen und dort an Sprachschulen Spanisch-Kurse belegen. Die beiden befinden sich zurzeit zudem zusammen mit vier anderen Fichte-Schülern in einer langwierigen Vorbereitungsphase (geleitet von Herrn Sánchez) für die Absolvierung des DELE-Diploms, eines international bekannten  spanischen Sprachzertifikats. Somit hatten sie sich dieses Stipendium redlich verdient, und wir konnten uns alle zusammen mit ihnen freuen.
Für die beiden heißt es also nun im Sommer: „Vamos a Salamanca“. Für uns alle hieß es jedoch zunächst „Vamos a Krefeld“, das wir nach einem anstrengenden aber interessanten und für Deniz und Luan sogar erfolgreichen Tag nach 18.00 Uhr erreichten. Hoffentlich sind wir ebenso erfolgreich, wenn es eine Wiederholung dieser Veranstaltung geben sollte.

S. Ludwig u. W. Hüskes


Berufsberatung für die Oberstufe

Am Freitag, den 13. März 2009, war es endlich so weit. Nach einer langjährigen Pause hat es der Ehemaligenverein des Fichte-Gymnasiums Krefeld in Zusammenarbeit mit Herrn Hüskes geschafft, den so genannten „Fichte-Tag“ auch als Berufsinformationstag wieder aufleben zu lassen. Diese Information ist den Oberstufenschülerinnen und -schülern gewidmet und soll dazu beitragen, ihnen u.a. den Einstieg in die Ausbildungsphase nach dem Abitur zu erleichtern. Dafür wurden neun Referenten für verschiedene Arbeitsfelder in die Schule eingeladen, um den Schülern etwas über ihren Beruf und den damit verbundenen Werdegang zu erzählen. Die Schülerinnen und Schüler bekamen bereits vorab die Möglichkeit, sich dafür in zwei der neun verschiedenen Bereiche einzutragen. Zu diesen gehörten u.a. der Bereich des Managers, des Kaufmanns, der Hotelfachfrau und des Piloten.

Etwa 70 Teilnehmer der Stufen 11, 12 und 13 trafen sich an dem Freitagnachmittag gegen 15 Uhr in der Aula des Fichte-Gymnasiums. Nach einer kurzen Einleitung von Frau Fröchte, der Direktorin des Fichte-Gymnasiums, übergab sie Herrn Hüskes das Wort. Dieser erwähnte zunächst den hohen Arbeitsaufwand noch einmal, ohne den diese Veranstaltung höchstwahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre. Hiernach folgte die Vorstellung der Referenten. Als dies abgeschlossen war, begaben sich die Schülerinnen und Schüler in einzelne Klassenräume mit je einem Referenten. Zwei Sitzungen von jeweils 45 Minuten Länge waren vorgesehen, um den Teilnehmern ein möglichst breites Spektrum an Informationen geben zu können. Ihre Aufmerksamkeit galt in dieser Zeit vollkommen den Referenten, die interessante Vorträge hielten.

Nachdem jeder zwei Stationen durchlaufen hatte, fand die Veranstaltung gegen 16.30 Uhr ihr Ende. Mit reichlich neuem Wissen und vielen Eindrücken wurden die Schülerinnen und Schüler des Fichte-Gymnasiums entlassen und durften sich auf ihr Wochenende freuen. Im weiteren Verlauf des Abends traf sich der Ehemaligenverein zu einem gemütlichen Beisammensein und Informationsaustausch.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der „Fichte-Tag“ als gelungen zu bezeichnen ist. Schon jetzt freuen sich alle auf den nächsten „Fichte-Tag“.

T. Hoff