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YMCA-Europe Festival

 

”Real live has no borders” YMCA-Europe Festival in Prag

Statt zu Hause auf dem Sofa rumzusitzen, fuhr eine kleine Delegation aus dem CVJM Südangeln vom 3. bis 09. August zum europäischen YMCA (CVJM)-Festival nach Prag.  Mehr als 7.000 junge Menschen aus 54 verschiedenen Ländern trafen sich dort, um zu feiern, Gemeinschaft zu erleben und Begegnungen multinational zu erfahren.
„Real life has no borders“ (das wahre Leben hat keine Grenzen) war das Thema der Woche. Musik und Tanz, Sport, kreative Workshops und geistliche Erfahrungen in der „Tent-Church“ bildeten ein buntes Rahmenprogramm. Im „Global Village“ konnten sich die verschiedenen CVJM aus vielen Ländern präsentieren: Von Island bis Spanien, von Kolumbien bis Georgien gab es tolle Begegnungen und Erlebnisse mit der Erfahrung, daß es überall Menschen gibt, mit denen nicht nur Sport und Spiel, sondern auch Gebet und Glauben geteilt werden kann. Auf drei großen Bühnen konnte man von morgens bis abends viele musikalische und tänzerische Darbietungen von Folklore aus der Ukraine bis Stepdance aus den Niederlanden erleben. Besonders TenSing, eine Form von CVJM-Jugendarbeit, war hier dominant: ausschließlich junge Leute bringen mit Band und Chor christliche und andere Musik kombiniert mit Theater auf die Bühne.  Zwischendurch gab es  Beiträge von jungen Leuten was „real live“ in ihrem Land und für sie persönlich bedeutet. Großen Zuspruch fand die „Jam-Stage“. Hier konnte das Talent solo oder in der Gruppe spontan präsentiert werden.
Ein besonderer Anziehungspunkt war die „Tent-Church“. Der Schweizer CVJM hatte diese beeindruckende 13 m hohe Konstruktion aus mehr als 400 Zeltplanen, etlichen Seilen und drei großen Baumstämmen errichtet. Alle zwei Stunden wurde eine unterschiedlich gestaltete Andacht angeboten. Am Freitagabend wurde es ganz still im Zelt als eine Teilnehmerin aus Georgien von ihrem Land erzählte und für den Frieden betete. Ein Junge sang ein georgisches Lied, in dem es ebenfalls um Liebe und Frieden ging. Die Festivalteilnehmer aus Georgien wussten nicht, wie sie nach Hause kommen sollten, denn die Flugverbindungen wurden infolge des Krieges gesperrt.
Besonders stark waren die skandinavischen Länder vertreten (allein aus Norwegen kamen 1.300 Teilnehmer), wo hingegen die Teilnehmerzahlen aus Deutschland recht zurückhaltend waren. Es wäre wünschenswert, wenn beim nächsten YMCA-Europe-Festival mehr Jugendliche aus unserer Region solch eine horizonterweiternde Erfahrung machen könnten.