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Sommerlager 2009

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Gruß vom CVJM-Sommerlager

 

Wie schreibt man einen Bericht von der Sommerfreizeit, während sie noch läuft? Man setzt sich bei herrlichem Schwansener Wetter zwischen gut gelaunte und federgeschmückte kleine und große Indianer und versucht sich an Rückblick und Ausblick zugleich.

 

Das diesjährige Sommerlager, in Fachkreisen „SoLa“ genannt, fand in Ludwigsburg an der Eckernförder Bucht statt. Gemeinsam mit den Lübecker „Luchsen“, den „Eichhörnchen“ sowie den Kieler „WikLingern“ verbrachten Sven, Heike, Hagen und Silke dort mit den Tolker „Kattekern“ zehn Tage zum Thema „Christoph Columbus“. Aus der Erfahrung der vergangenen Zeltlager heraus trafen sich die etwa 18 Betreuer bereits einen Tag vor Ankunft der Kinder auf dem Lagerplatz, um den Aufbau der Jurten und Kohten und den Empfang der Kinder zu organisieren. Und so war alles bereit, als am Sonntag, den 19.7.09 etwa neunzig kleine und jugendliche Pfadis den Platz bevölkerten.

 

Die Wetterprognosen waren mehr als düster, aber es schien, als hätten wir fast nur die Ränder von Tiefausläufern erwischt. Nichts desto trotz gab es spektakuläre Wetterereignisse, mit denen Mensch und Material bis an ihre Grenzen gebracht wurden– so spannend kann es nur bei den Pfadfindern zugehen. Man lernt, sich wechselnden Wetterlagen, nämlich schwüler Hitze (luftige Kleidung), sturmbegleitetem Platzregen (Regenzeug über die luftige Kleidung) und kühler Abendluft (lange Hose und warme Pullis) anzupassen und das Zeltmaterial gegen Wind und Wassereinbruch zu schützen. Für alle – groß und klein - eine tolle Lernerfahrung.

 

Jeden Vormittag erfuhren wir von den Reisen und Strapazen des Christoph Columbus und seinen religiösen Erfahrungen. Mit „Gloria, Viktoria“ begleiteten wir ihn auf der Suche nach dem Weg nach Indien, der ja bekanntlich mit der Entdeckung Amerikas endete. Die Tage und Abende waren angefüllt mit Workshops, Bibelthings, Gelände- und Händlerspielen, Olympiaden und dem legendären bunten Abend, der so manche Talentshow blass aussehen lässt. Baden, Buddeln und Basteln kamen auch nicht zu kurz. Es wollte einfach keine Langeweile aufkommen. Zwei Gruppen gingen zwischendurch auf Hajk mit Übernachtung im Freien. Schnell fügten sich alle Teilnehmer in den Lageralltag ein und packten mit an, denn den Service machen wir selbst. Ein ausgeklügelter Plan sorgte für gerechte Verteilung der Arbeit. Für die Zeltküche hatten wir dieses Jahr Hilfe gesucht und Ha-We (oder „Harvey“) und Désiré gefunden, die uns abwechslungsreich, schmackhaft und mit viel Liebe bekochten. Der Humor kam auch nicht zu kurz und die beiden haben sich bei uns wohl gefühlt. Wir hoffen sehr, sie bei uns wieder zu sehen.

 

Sommerlagervoraussage für die letzten Tage: Heiter bis wolkig mit kurzen Duschen, mal mit, mal ohne Seife. Gute-Laune-Wahrscheinlichkeit liegt bei 99 %. Es war/ist schön in Ludwigsburg. Die Kinder reisen nach 10 Tagen ab, die Betreuer werden das Lager abbauen. Wir sind gespannt, wohin es uns nächstes Jahr führt. Sicher werden wir bei der ersten Pfadfinderstunde nach den Ferien am 2.9.09 in schönen Erinnerungen schwelgen (16:00 Uhr in der Gru, die Großen 18:00 Uhr am Pastorat). Aus der Sommerfrische grüßt Euch/Sie herzlich     Silke Grosser