Alles hat seine Zeit! Die Tolker CVJM Pfadfinder haben mal wieder einen Hajk gemacht. Ein Hajk ist eine Wanderung mit Übernachtung. Am Samstag den 2. Mai gegen 13:00 Uhr ging es im Neubaugebiet Grasteen in Tolk mit 29 Pfadfinderinnen und Pfadfindern los. Die Sonne machte aus dem Hajk nach Hollmühle ein schönes Erlebnis. Über Grunewald und dem alten Bahndamm ging es nach Wellspang, wo das tolle Autal beginnt. Durch die Endmoränenlandschaft wanderten wir und konnten viele Tiere beobachten. Mit geschnitzten Wanderstöcken, die später für das Stockbrot benötigt wurden, gingen wir Kilometer um Kilometer. Während einer Pause entdeckten wir eine brütende Ente, die dann doch lieber das Nest mal alleine lies. So konnten wir sogar ganz vorsichtig die Eier anschauen. Für einige Pfadfinder war die Wanderung eine echte Herausforderung: Beine und Füße waren zu merken. Ganz besonders hart traf es die, die am Vormittag noch Fußball gespielt hatten. Bei Kattbek verließen wir das Autal und gingen auf einen kleinen Pfad, entlang eines schönen Baches, bis zum Schützenheim von Hollmühle. Von dort war es nicht mehr weit und wir hatten unser Ziel, den großen Garten von Familie Schröder, erreicht. Es wurden die Zelte aufgebaut, das Lagerfeuer und der Hordentopf vorbereitet. Nebenbei wurde gespielt und geschnitzt. Natürlich wissen jetzt auch viel mehr Pfadfinder, warum man beim Schnitzen einige Regeln zu beachten hat. Die Packung mit dem Pflaster wurde häufiger gebraucht. Mit Singen und Stockbrot am Lagerfeuer endete der Tag. Die Nacht war ein richtiger Schlafsacktest und einige haben diesen Test nicht bestanden, sondern gefroren. Der Morgen danach war kalt und vom Tau nass. Die Sonne versteckte sich gut und Regen könnte kommen. So beschlossen wir nach dem Frühstück und Morgenkreis die Zelte abzubauen, was sich später als sehr richtig erwies. Gegen 10 Uhr verließen wir unseren schönen Platz und wanderten wieder zurück nach Tolk. Die Sonne kam hier und da mal kurz raus, bis sie ganz den Regenwolken unterlegen war. Geplant war, dass wir gegen 13 Uhr zurücksein wollten. Um 12:35 Uhr standen wir wieder im Baugebiet und hatten gerade unseren Abschlusskreis gemacht als die ersten Regentropfen vielen. So durften wir erfahren: Alles hat seine Zeit und alle Zeit steht in Gottes Händen. Müde und kaputt ging es nach Hause - aber reicher und gestärkt an Erlebnissen und Erfahrungen. Sven Schröder |