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Text-Blog


there
are
times,
when
th
rhymes


wenn worte wellenschlaged
    hirnwindungen plagend

in formen gegossen werden wollen
    oder geschrieben werden sollen

dann entreiße ich sie mir
    und platziere sie einfach einmal hier.

Optimismus

veröffentlicht um ‎‎26.05.2009 02:21‎‎ von Thomas Prikowitsch   [ ‎‎09.07.2009 14:22‎‎ wurde aktualisiert. ]

Das Ideal des Idealisten ist doch nur Idee.

Das Real des Realisten ist auch nur eine Idee.

Das Optimum des Optimisten ist nie optimal, aber es ist das beste Ideal-Bild der Realität. 

- Thomas Prikowitsch




Über das Querdenken

veröffentlicht um ‎‎26.05.2009 00:19‎‎ von Thomas Prikowitsch   [ ‎‎09.07.2009 14:21‎‎ wurde aktualisiert. ]

"Warum überquerte das Huhn die Straße? Weil es ein Querdenker ist!" -

Nein, so einfach ist das nicht!

Auch Geradeaus ist Quer denn Quer ist Geradeaus, nur in anderer Richtung. Quer ist immer flexibel.

Querdenker sind nicht Rebellen, die gegen Schranken angehen, die im Weg zu stehen "scheinen", weil sie im Weg zu stehen scheinen.

Querdenker reißen Schranken oder gewohnte Methoden nicht nieder.

Querdenker öffnen Schranken gezielt, weil sie wissen, dass nicht alle Wege zu allen Zeiten abgesperrt gehören. Dazu muss man aber wissen wozu der Schranken da so herumsteht und warum einen Weg zu versperren Sinnvoll schien.
Querdenker sind die Regelbrecher, die die Regeln besser kennen als in Schwarz auf Weiß.

Querdenker müssen denken. Querdenker denken in alle Richtungen und nicht nur bis zum Schranken. Und daher wissen sie genau warum da ein Schranken steht. Daher kommen sie zu queren Gedanken.

Geradeausdenker denken nur in ihre derzeitige Richtung. Auch wenn das nun fast wie ein Vorurteil wirkt.

Querdenker wissen auch, dass es keinen Idealzustand gibt, und wollen trotzdem Ziele erreichen. Also müssen sie von Ideal-Vorstellungen von Ideal-Bedingungen weg. Man muss eher hin zur Praxis, zum Mut, zur Bereitschaft, zu Fehlern und zum Lehrreichen.

Querdenker wissen aber auch, dass manches Grenzen hat, gegen die man gar nichts tun kann - die man nicht überschreitet. Und das wissen sie, weil sie über Schranken hinausdenken können, ohne diese öffnen zu müssen.

Und ich denke da liegt die Quer-Kunst. Wenn ich nicht geradeaus gehen kann/soll/will. Dann gehe ich quer.

Für viele ist es total quer ein Ziel nicht zu erreichen, oder es anders zu erreichen, oder es im Rahmen des Realen neu zu definieren - zu einem erreichbaren Ziel.

Ohne Querdenkerei, keine Kreativität!


Künstler sind auch nicht Menschen, die mit einer Werkzeug allein, eine Sache allein schaffen können. Künstler schaffen mit allem viel.

Künstler können nicht eine Sache besonders gut. Es ist eher so, dass Künstler etwas Bestimmtes sehr schlecht können! Sie können Dinge nicht einfach so machen, wie alle anderen!

Das Paßt aber in alle Bereiche. Ein Gärtner mag eine Rose auch unter nicht idealen Umständen Pflanzen und genauso erfolgreich "großziehen".
Und für einen Gärtner ist und bleibt eine Rose eine Pflanze. Und Pflanzen sind nicht von Idealzuständen abhängig! Das weiß er gut. Viel kann durch Pflege ausgeglichen werden. Und viel durch realistische Erwartungen.

Ein Segel-Schiff, dass nicht geradeaus fahren kann, weil es der Wind nicht zulässt, wird besser Quer zum Wind fahren....





- Thomas Prikowitsch

Feucht-Frühling

veröffentlicht um ‎‎05.05.2009 23:53‎‎ von Thomas Prikowitsch   [ ‎‎09.07.2009 14:21‎‎ wurde aktualisiert. ]

Tropfen-Vorhänge    das "in die Ferne sehen" bildstörend      überlagern,     
als gelänge       es dem Feucht den Frühling gehörig          zu vertagen.

- Thomas Prikowitsch





Lebe!

veröffentlicht um ‎‎23.03.2009 01:34‎‎ von Thomas Prikowitsch   [ ‎‎09.07.2009 14:23‎‎ wurde aktualisiert. ]


Mit ersten Sonnestrahlung angereichert,
neue Energien gespeichert,
- zu allem bereit -
erstrahle als gäb' es keine Halbwertszeit.

- Thomas Prikowitsch







Wolkig Trüb

veröffentlicht um ‎‎04.12.2008 02:31‎‎ von Thomas Prikowitsch   [ ‎‎04.12.2008 03:06‎‎ wurde aktualisiert. ]


Wolkengetrübter Winterhimmel - überall.
Witterungsbedingt gedämpft nur fahl,
nur wenig Licht - verbitternd -,
zu uns durch die Wolken sickernd,

läßt sehen, was der Winter hat vereist,
doch erwärmt es kaum den Geist.

- Thomas Prikowitsch








zukunft?

veröffentlicht um ‎‎18.08.2008 02:36‎‎ von Thomas Prikowitsch   [ ‎‎09.07.2009 14:26‎‎ wurde aktualisiert. ]

die zeit geplant, verplant
oder auch nicht,
vergeht - so wirds genannt,
als wäre es ihre pflicht
 
der mensch zählt verbleibende tage
und sagt "meine zeit verfliegt",
"die restzeit schrupft, welche plage!",
bis man dann ruhend unterliegt
 
wurde uns die zeit genommen?
oder haben wir sie gewonnen?
haben wir je zeit für wonnen?
haben wir je etwas begonnen?
 
oder lassen wir verinnen,
was nicht zu greifen uns gelingt?
oder... sind wir am ersinnen
was unsere zukunft uns noch bringt?
 
fest steht: mit jedem tack und tick
entsteht unsere vergangenheit
unser leben - unser bisheriges geschick -
gewinnt an seiner zeit
 
verlust erleidet daher keiner.
zukunft existiert ja nur im sinn!
ein augenblick, selbst ein kleiner
ist uns also stets gewinn.
 
wenn auch die zeiger weiter-ziehen,
nicht straucheln! nutzen wir die zeit!
lassen wir die minuten nur entfliehen,
entgeht uns manche möglichkeit
 
- Thomas Prikowitsch






na, gute nacht

veröffentlicht um ‎‎16.06.2008 06:23‎‎ von Thomas Prikowitsch   [ ‎‎09.07.2009 14:26‎‎ wurde aktualisiert. ]

wenn kinder ihren kopf ins kissen drücken
und kleinkinder-träume sie entzücken,

geht die welt ihrem täglichen ende zu
und viele hirne betten ihre körper zur ruh’.

die sternlein funkeln
und im dunkeln munkeln

nur mehr die schlaflosen
und die schaflosen,

die nichts zum zählen finden
und sich in ihren betten winden.

weil der schlaf sie nicht beglückt
so wie ers kindchen bald verzückt - entrückt

- Thomas Prikowitsch




wolken-verdichtung

veröffentlicht um ‎‎16.06.2008 06:22‎‎ von Thomas Prikowitsch   [ ‎‎09.07.2009 14:26‎‎ wurde aktualisiert. ]



der himmel eine weide - die sonn’, der hirt
die wolken in woll’ger seide - schafen gleich, verirrt

- Thomas Prikowitsch






zeitungsleser

veröffentlicht um ‎‎16.06.2008 06:21‎‎ von Thomas Prikowitsch   [ ‎‎09.07.2009 14:28‎‎ wurde aktualisiert. ]

ein mensch der weiß und das genau
er ist nicht wie sein nachbar schlau,

darum will er zumindest so erscheinen
und kluges reden, gescheites meinen.

allgemein gebildet will er sich geben
d’rum wird er nun als zeitungsleser leben.

was er dabei nur übersieht
ist daß nicht alles was geschieht,

nicht alles was man die leute reden liest,
den ruf schlau zu sein geniest.

drum wird er nicht zu dem klugen mann,
der mann durchs nachlesen anderer dummheiten nicht werden kann.


- Thomas Prikowitsch

eine kleine hommage an eugen roth und seine

sämtlichen menschen…. es kommen noch ein paar solche…




noch ein mensch

veröffentlicht um ‎‎16.06.2008 06:21‎‎ von Thomas Prikowitsch   [ ‎‎09.07.2009 14:28‎‎ wurde aktualisiert. ]

ein mensch, den musen nicht gewogen
hat es bisher immer vorgezogen

sein leben ohne kunst zu fristen
ja bis zu eben diesem tag, biss denn

ein mädchen auftaucht, daß er mag,
und plötzlich denkt er “oh, die frag’!”

“wie frag ich denn? ganz ungeniert?”
“wie sag ichs denn? ganz ungarniert?”

doch, geht das? “eingesponnen ohne garn?”
“da kann ich mir den antrag auch gleich spar’n!”

und plötzlich sitzt er ganz versonnen
und es wird ein liebesgarn gesponnen

dem sich die holde nicht enziehen kann
mit dem so mancher schon gewann

zu spät ist es für die holde kunst ja nie
und manchmal muß selbst der muffel ran - an die poesie

- Thomas Prikowitsch




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